Shine a Light

Traditionelle Architektur modern interpretiert

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„Shine a Light“ ist ein ungewöhnlicher Name für ein Haus. Aber wie kommt ein Gebäude in Oberaudorf im Inntal zu dem Titel des gleichnamigen Films von Martin Scorsese? Verständlich wird der Name in der Nacht, wenn das auf einer Anhöhe stehende Gebäude hell erleuchtet ist. Da strahlt es aus der Ferne wie ein Lichtschein in der Dunkelheit: „Shine on Oberaudorf“ – ein Lichtpunkt über der Ortschaft.

Das Format der langen Bauernhäuser des Voralpenlandes mit ihrem flach geneigten Satteldach ist jedem vertraut. Hier wird es neu inszeniert: Das Sockelgeschoss, traditionell Ort der Zusammenkunft der Familie und Freunde, ist fast komplett gläsern und gibt ein Panorama auf die Nordwand des Wilden Kaisers frei, die im Streiflicht morgens und abends atemberaubende Lichtspiele bietet. Das hölzerne Obergeschoss ruht nicht auf dem Sockel, es schwebt. Kaum wahrzunehmende Stahlstützen in dem loftartigen Wohnraum des Erdgeschosses machen es möglich. Innen gibt der Oberbau seine hölzerne Materialität preis und sorgt für ein gesundes Klima und geschützte Atmosphäre in den Schlafräumen. Auch hier sind die Räume mit großzügigen Fenstern ausgestattet. Die Aussicht ist zu gut, um darauf zu verzichten. Keller wäre eine maßlose Untertreibung für den Unterbau: Hier ist ein Wellness- und Arbeitsbereich mit Kino. Ein Atrium trennt den weiträumigen Unterbau vom davorliegenden Naturpool und erzeugt mit seinen puren Sichtbetonwänden eine kühle, meditative Stimmung, die einen idealen Rückzugsort bietet. Die Idee für dieses Bauwerk stammt von Brückner Architekten aus München unter der Federführung von Michael Brem. Laurent Brückner war für die Architektur zuständig und seine Partnerin Susanne Brückner für die Innenarchitektur. Sie hat sich für diese Immobilie eine exklusive Ausstattung mit vielen überraschenden Momenten ausgedacht: In so gut wie allen der maßgefertigten Einbauten sind kleine versteckte und gut durchdachte Raffinessen integriert – einerseits um nötigen Platz zu schaffen, andererseits auch als Helfer im Alltag. Mitten im Wohnraum steht ein silberner Kubus, der zunächst seine Funktion nicht verrät. Doch in ihm verbirgt sich neben viel Stauraum auch ein Zugang zu drei weiteren Räumen, die man zunächst nicht vermuten würde. Die vorwiegenden Farben stehen symbolisch für das Glühen der Alpen: Rotglühendes Gestein mit orangefarbenen Zungen versetzen den Betrachter in Staunen – vor allem bei Sonnenauf- und -untergang. Selbstverständlich wird auch die Energieversorgung nachhaltig aus Geothermie mit Umkehrwärmepumpe gewonnen, zusätzlich zum Solarstrom, der bündig in den Dachflächen integriert ist und somit mit diesen eine Einheit bildet. Diese Neuinterpretation eines typischen Einfamilienhauses aus der Region ist bereits mit Preisen sowohl für die Architektur als auch für die Innenarchitektur ausgezeichnet worden.

www.bruecknerarchitekten.com

Fotos:

Florian Holzherr
www.florian-holzherr.com

(Erschienen in CUBE München 02|21)

Architekten:

Brückner Architekten 
www.bruecknerarchitekten.com

Leuchten:

IGuzzini
www.iguzzini.com

Fenster:

Wipfler
www.wipfler-fenster.de

Türen/Küche/Sauna:

Schreinerei Brandl
www.brandl-schreinerei.de 

Heizung:

Meirandres
www.meirandres.de 

Winter Building Information
www.winter-building-automation.de

Bodenbelag:

Singhammer Estrich
www.singhammer-bodensysteme.de

Schalter / KNX / Homeserver:

MDT
www.mdt.de

Küchengeräte:

BORA
www.bora.com

Armaturen:

Carlo Frattini
www.fimacf.com

Sanitär-Keramik:

Cielo
www.ceramicacielo.it

Möbel/Einrichtung:

USM Haller
www.usm.com 

Minotti
www.minotti.com

B&B Italia
www.bebitalia.com 

Vitra
www.vitra.com

Verner Panton
www.verner-panton.com

Klinker:

Mosafil
www.mosafil.de

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