Scharfkantig eingefügt

Ein Einfamilienhaus reflektiert den dörflichen Kontext und wirkt dabei doch ganz modern

12799807px1920x1280_15_700pixel

Ausgangspunkt des freistehenden Hauses, das sich die Bauherren für ihre sechsköpfige Familie wünschten, war ein erworbenes Binnengrundstück in Monheim. Zurückgesetzt von der Straße wird es über eine schmale Auffahrt erreicht und ist zudem noch so spitz zulaufend, dass mit allen Abstandsregelungen auch nur ein schmaler Baukörper dort Platz findet.

Die beauftragten E2 Architekten aus Meerbusch analysierten die Sonderrolle des Grundstückes im städtebaulichen Gefüge und entwickelten ein Gebäude, das wirtschaftlich in der Bauweise ist sowie gestalterisch durch eine klare Typologie und Formensprache besticht. Im Dialog mit den Bauherren verfolgten die Architekten den Ansatz, das Gebäude in die eher dörflich geprägte Umgebung einzufügen, ohne dabei jedoch auf eine zeitgenössische Architektur zu verzichten. Die Bauweise der benachbarten Scheunen reflektierend, wurde das Gebäude dezidiert giebelständig zur Straße geplant, ganz bewusst im Gegensatz zur traufständigen Straßenrandbebauung. Mit dem Satteldach wird die historische Bauform der bestehenden Nachbargebäude aufgegriffen – im Detail wird aber auf eine moderne geradlinige, ja durchaus scharfkantige Gestaltung gesetzt: So weist das Satteldach keinen Dachüberstand auf – weder an Giebel noch an Traufe. Da war es nur konsequent, auch die Dachrinne in den Dachaufbau zu integrieren. Auch bei der Fassadengestaltung wurde Wert auf eine eher zurückhaltende Gestaltung gelegt: Alle Fenster (Bröcking), die Haustür und das Garagentor, aber auch etwa die Raffstorekästen sind aus naturbelassenem Eichenholz gefertigt. Die Putzfassade mit ihrem warmgrauen Farbton korrespondiert mit den Holzelementen harmonisch. Sie weist den gleichen Farbwert auf wie die Dacheindeckung aus Betondachsteinen – was wiederum den abstrahierten, scharfkantigen Eindruck des Hauses noch einmal verstärkt. Im Inneren setzt sich die warme Materialgestaltung mit einem Eichenparkett und grauen Feinsteinzeugfliesen kontinuierlich fort. Alle Räume des Hauses, das über 200 m² Wohnfläche bietet, werden über den dreigeschossigen Treppenraum erschlossen, der im Erdgeschoss die Funktion der Diele aufnimmt und im Ober- und Dachgeschoss zum Flur wird. Raumökonomisch wurden so weit wie möglich Einbaumöbel in die Planung integriert: Im Erdgeschoss dient etwa ein Treppenschrank als Stauraum und Kellerersatz. Beheizt wird das Haus schließlich über eine geothermische Wärmepumpe. Auf nicht zwingend erforderliche, das Budget übermäßig strapazierende haustechnische Ausrüstungen wie eine kontrollierte Wohnraumlüftung wurde bewusst verzichtet – allein wegen des schmalen Zuschnitts des Hauses verfügt schließlich jeder Raum über ein Fenster, das sich auch manuell öffnen lässt.

www.e2architekten.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|20)

Architekten:

E2 Architekten
www.e2architekten.de

Schreinerei:

Holzintern
www.holzintern.de

Fenster:

Bröcking Fenster
www.broeckingfenster.de

Dachdecker:

W. Kuhlkamp
www.kuhlkamp-dach.de

Parkett:

Parkett Dietrich
www.parkett-dietrich.de

Fliesen:

Fliesen Gehling
www.fliesen-gehling.de

Fotos:

Michael Reisch
www.michaelreisch.net

_52A2077_15_700pixel

Dynamisches Spiel der Kuben

Ein Einfamilienhaus in Angermund optimiert mit seiner plastischen Fassade die baurechtlichen Vorgaben

_52A5175_15_700pixel

Metamorphose im Hinterhof

Die alte Mälzerei eines früheren Brauhauses verwandelt sich in eine großzügige Wohnoase

_52A9545_19_700pixel

Perfekt Detailliert

Ein Autohaus in Meerbusch fügt sich formvollendet in eine schwierige Ausgangssituation

image001_15_700pixelpL9K2XUkHtPaW

Reaktivierte Bausubstanz

Das alte Rathaus in Meerbusch wurde denkmalgerecht modernisiert und erweitert

_52A1589-1_19_700pixel

Wohnvielfalt im Grünen

Drei Wohnhäuser in Stockum bieten einen maximalen Wohnungsmix und bilden doch ein Ensemble

Im Lauf der Zeit

Modernes Bürohaus ersetzt Wohngebäude aus den Fünfziger Jahren

So macht Lernen Spaß

Ein heller Modulbau beschert einem Dortmunder Gymnasium moderne und flexible Lernräume

Großzügige Wohnhalle

Ein Wohnhaus in Holzbauweise kombiniert weitläufige Ausblicke mit ausgeprägten Deckenhöhen

In den Garten fließend

Ein Einfamilienhaus besticht durch seinen großzügigen Wohnbereich

_52A2077_15_700pixel

Dynamisches Spiel der Kuben

Ein Einfamilienhaus in Angermund optimiert mit seiner plastischen Fassade die baurechtlichen Vorgaben

_52A5175_15_700pixel

Metamorphose im Hinterhof

Die alte Mälzerei eines früheren Brauhauses verwandelt sich in eine großzügige Wohnoase

_52A9545_19_700pixel

Perfekt Detailliert

Ein Autohaus in Meerbusch fügt sich formvollendet in eine schwierige Ausgangssituation

image001_15_700pixelpL9K2XUkHtPaW

Reaktivierte Bausubstanz

Das alte Rathaus in Meerbusch wurde denkmalgerecht modernisiert und erweitert

_52A1589-1_19_700pixel

Wohnvielfalt im Grünen

Drei Wohnhäuser in Stockum bieten einen maximalen Wohnungsmix und bilden doch ein Ensemble

Erhaben Präsenz – schrötgens architekten, Mönchengladbach | Projekte 08/2023

Erhabene Präsenz

Moderne und Tradition verbinden sich stimmig in einem Familiendomizil

IMGP9843_19_700pixel

Durch Anbau erweitert

Ein Wohnhaus in Ratingen wird pragmatisch vom Ein- zum Zweifamilienhaus

Luftiges Raumwunder

Luftiges Raumwunder

Eine klassische Doppelhaushälfte im Linksrheinischen öffnet sich großzügig nach innen

_SNY8095-HDR_korr_15_700pixel

Gut gelöst

Das Konzept einer Wohnanlage in Ratingen trotzt allen behördlichen Anforderungen

Kompakt und plastisch

Der Neubau einer Grundschule setzt auf Cluster mit kleinen Gemeinschaften

DKA_03_03_1882_web_15_700pixel

Sinne für das Natürliche

Die Transformation einer Garage in ein großzügiges „Küchenhaus“

Dialog auf engstem Raum

Eine Grundschule in Unterbilk hat eine Mensa und eine Sporthalle erhalten

Sideboard_Kito_Eiche_Linoleum_2_15_700pixel

Möbel fürs Leben

Die productum Möbelmanufaktur entwirft Slow Furniture