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Markantes Fassadenrelief

Der Limmathof bildet den Abschluss des neuen Quartiers

Unter dem Motto „Unsere kleine Stadt“ wächst in Dietikon der neue Stadtteil Limmatfeld als... mehr

Unter dem Motto „Unsere kleine Stadt“ wächst in Dietikon der neue Stadtteil Limmatfeld als Konversion eines ehemaligen Industrieareals. Als letztes von elf Baufeldern bildet der Limmat-hof den Abschluss des nach dem städtebaulichen Masterplan von Hans Kollhoff geplanten Quartiers. Das Wohn-und Geschäftshaus von Max Dudler Architekten bildet zusammen mit einem Wohnhochhaus von Huggenbergerfries Architekten und einem Alters-und Pflegezentrum von Harry Gugger Studio ein blockartiges Gebäudeensemble. Die Architektur des Hauses ist von einem markanten Fassadenrelief geprägt, dessen Schattenspiel sich auf einer raffinierten Kombination von Oberflächen und Materialien bricht.

Während das Erdgeschoss des Wohn-und Geschäftshauses der Ladennutzung vorbehalten ist, erstrecken sich die insgesamt 52 Wohnungen über fünf Obergeschosse sowie ein Attika-geschoss. „Die gedrungene Gebäudekubatur nimmt die Vorstellung eines monolithischen Steins auf, aus dessen Masse die Öffnungen gewissermassen wie mit dem Meissel geschlagen wurden“ erläutert Max Dudler. Das Fassadenmotiv der angeschrägten Fensterlaibungen erscheint dabei zugleich als Übertragung der Architektur des traditionellen Engadiner Hauses in die heutige Zeit.

In den verputzten Obergeschossen wird dieses Motiv durch zwei verschiedene Kornstärken unterstrichen. Die geraden Fassadenflächen sind mit einem glatten Putz versehen, der mit seiner feinen Körnung optisch die Tragstruktur des Steinsockels aus Basalt fortführt, während die Laibungen mit grobkörnigem Putz ausgebildet sind. Loggien, Fensterrahmen und Sonnenstoren treten durch ihre goldbraunen Farbtöne hervor und verstärken die Vielschichtigkeit und Tiefe des Baukörpers. Die Fassade ist im Erdgeschoss und im ersten Stock mit Mendiger Basalt verkleidet, die darüber liegenden Wohngeschosse sind mit einer anthrazitfarbenen Putzfassade versehen. Die geschossweise Gliederung der Fassadenflächen durch umlaufende, steinerne Gesimsbänder beruhigt die Form des Gebäudes. Die schrägen Fensterlaibungen bilden, je nach dahinterliegender Nutzung, verschieden grosse Fensteröffnungen aus.

Um die Südausrichtung optimal auszunutzen und der Lärmbelastung an der Überlandstrasse entgegenzuwirken, sind die Wohnungen nach dem Prinzip des Durchwohnens strukturiert. Jeder Wohnung ist eine Loggia vorgelagert, die den Wohnbereich in den Aussenraum erweitert und gleichzeitig die grosszügigen Bäder von zwei Seiten belichtet. Die Aufteilung der 2.5 und 3.5 Zimmer-Wohnungen folgt dieser strukturellen Ausrichtung: Dem offenen Wohn-und Kochbereich ist ein privater Bereich mit Schlafzimmer, Ankleide und direktem Zugang zum Bad zur Seite gestellt.

www.maxdudler.com

Architekten: Max Dudler Architekten www.maxdudler.com Fotos: Stefan Josef Müller mehr

Architekten:

Max Dudler Architekten
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Fotos:

Stefan Josef Müller