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Wohnen statt Industrie

Das Gelände der ehemaligen Schichtwerke entwickelt sich zum Wohnquartier

Das Stadtentwicklungsprojekt „Schichtgründe“ im 21. Gemeindebezirk wird in den kommenden Jahren... mehr

Das Stadtentwicklungsprojekt „Schichtgründe“ im 21. Gemeindebezirk wird in den kommenden Jahren rund 2.500 Menschen ein neues Zuhause bieten. Dass im Jahr 1884 der Unternehmer Georg Schicht das 13.000 m2 große Areal für seine Sodafabrik nutzte, wird dann (fast) Geschichte sein, lediglich der Name und die „Schicht-Villa“ werden verbleiben, ansonsten wird das einst industriell geprägte Gelände als neues städtisches Wohnquartier eine neue Ära eingehen. Für einige Bereiche des neuen Stadtteils hat das Wiener Architekturbüro trans_city die Planung übernommen: Im nördlichen Bereich, angrenzend an den dichtbewaldeten Grünbereich, der zum Wiener Grünraumschutzgebiet „Wald- und Wiesengürtel“ gehört, haben die Architekten nun die Wohnbebauung am Satzingerweg fertiggestellt.

Die vier- bis sechsgeschossige Bebauung besteht aus zwei U-förmigen Baukörpern, die jeweils um einen großzügigen Wohnhof angeordnet sind. „Aufgrund des Zusammenspiels zwischen dem trapezförmigen Grundstück, der geplanten Bebauung auf dem benachbarten Bauplatz sowie der gegenüberliegenden Grünfläche haben wir uns zum Ziel gesetzt, eine Bebauungsstruktur zu wählen, die eine Reihenfolge von klar definierten Freiräumen und Baukörpern widerspiegelt“, so Architekt und Geschäftsführer Mark Gilbert. Entstanden sind zwei skulptural anmutende Baukörper, deren charakteristische Merkmale zum einen die feingliedrig ausformulierten Baumassen, zum anderen die kräftigen, massiven Balkone sind. Für die Balkone und die Verkleidung der Laubengänge haben die Architekten monolithisch gegossene Fertigbetonelemente aus Weißzement mit sandgestrahlter Oberfläche gewählt – ein Material, jedoch mit unterschiedlicher, prägnanter Wirkung: „Der markante, kräftige Rhythmus der Balkonvolumina sollte bewusst im auffallenden Kontrast zur tanzenden Partitur der flachen Betonelemente des Laubengangs stehen“, erläutert Mark Gilbert.

Die Wohnanlage umfasst 146 Wohnungen mit einem vielfältigen Angebot an Wohnungstypologien, die möglichst eine sozial und altersbezogen durchmischte Bewohnerschaft ansprechen soll. Insgesamt entwickelten die Architekten zehn Grundtypologien sowie weitere Sonderformen für die Dachgeschosswohnungen. Ein Drittel der Wohnungen erfüllen zudem die Rahmenbedingungen des Wiener „Smart-Wohnbauprogramms“, das vor allem jungen Familien, Paaren, Alleinerziehenden und Alleinstehenden kostengünstigen und gut konzipierten Wohnraum anbieten möchte.

www.trans-city.at

Architekten: trans_city www.trans-city.at Fotografie: Daniel Hawelka www.danielhawelka.at... mehr

Architekten:
trans_city
www.trans-city.at

Fotografie:
Daniel Hawelka
www.danielhawelka.at

Freiraumplanung:
Carla Lo Landschaftsarchitektur
Telefon: 0043 1 8901598

Statik, Bauphysik:
Dorr-Schober & Partner
www.dsp-zt.at

Elektro, Haustechnik:
PHI KlimaTechnik
www.phitb.com

Brandschutz:
Erich Röhrer
www.bau-physik.at