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Wohnen als Wellness

Durch Umbau entstand ein flexibles, loftartiges Refugium für zwei

Im vierten Stock eines Betriebsgebäudes in Wien liegt eine kleine Überraschung: ein 120 m ²... mehr

Im vierten Stock eines Betriebsgebäudes in Wien liegt eine kleine Überraschung: ein 120 m² großer Wellnessbereich. Die ehemaligen Besitzer nutzten ihn nicht mehr und stellten das gesamte Geschoss zum Verkauf, mit großen Terrassenflächen und einem 55 m² großen Rohdachboden obendrauf. Schon bei der Besichtigung entwickelte das künftige Baupaar erste Ideen, wie aus der ungewöhnlichen Immobilie ihr künftiges Zuhause entstehen würde. Wenig verwunderlich, ist Hannes Bürger doch selbst Architekt und Partner im Büro Share Architects.

Um ein loftartiges und in der Nutzung flexibles Raumgefüge zu erhalten, mussten Wände weichen. Das erwies sich dank der Stahlskelettbauweise des in den 1970er-Jahren errichteten Gebäudes als relativ einfach. Nachdem die Deckenverkleidung entfernt war, stellte sich in den nahezu vier Meter hohen Räumen fast automatisch der gewünschte Loftcharakter ein. An der Decke zeichnen sich die Schalungsbretter ab, deren Maserung nach der händischen Säuberung deutlich hervortritt. Dazu passt auch der strapazierfähige, cremeweiß gestrichene PU-Industrieboden, der zugleich das Bodenniveau zu den Terrassen ausgleicht. Seine helle Farbe ist eine bewusste Wahl, um die nach Norden ausgerichteten Räume insgesamt heller erscheinen zu lassen. Darunter ist fast überall eine Fußbodenheizung verlegt. Große Fensteröffnungen tun ihr übriges, um in den offenen Wohn‑, Koch- und Essbereich möglichst viel natürliches Licht hereinzulassen. Es wäre ganz einfach, hier wieder Wände einzuziehen, den Charakter der Räume durch einen anderen Fußbodenbelag oder einen weißen Anstrich der Decke zu verändern. Damit erfüllt sich ein weiterer Wunsch des Baupaares – der nach möglichst großer Nutzungsflexibilität.

Von den Veränderungen kaum berührt zeigt sich der Bereich um das Schwimmbad. Hier ist noch alles so, wie es schon immer war. Einzig das Wasser im Becken fehlt – noch. Derzeit nutzt die Bauherrin den tiefergelegten Raum als Büro. Ein idealer Ort, um konzentriert zu arbeiten, ohne Ablenkung durch die Aussicht weit über die Dächer Wiens. Dieser Blick wiederum prägt das Dachgeschoss, wo jetzt Schlafzimmer und Bibliothek untergebracht sind. Dafür wurden Öffnungen nach draußen vergrößert und eine interne Verbindung zwischen den beiden Geschossen eingebaut. Und was ist mit der Hitzeentwicklung im Sommer? Die wird durch den hohen Anteil an Betonelementen reduziert, die als Speichermasse wirken. Sie nehmen die Wärme über den Tag auf und geben sie in den kühleren Nacht- und Morgenstunden wieder ab. Ganzjährig schützen zudem neue Dreifachverglasungen vor zu großen Temperaturschwankungen. Auch hier heißt es: Kleine Veränderungen zeigen große Wirkung.

www.share-arch.com


Fotos:
Kurt Kuball
www.kurtkuball.com

(Erschienen in CUBE Wien 03|23)

Innenarchitektur: Share Architects www.share-arch.com Bodenbelag: Sika deu.sika.com... mehr
Innenarchitektur:

Share Architects
www.share-arch.com

Bodenbelag:

Sika
deu.sika.com

Innentüren: 

Dana
www.dana.at

Beschläge:

FSB
www.fsb.de 

Badezimmerverkleidungen:

Swisspearl
www.swisspearl.com

Küche:

Dan Küchen
www.dan.at

Stiege: 

Gottfrid Kranzl
www.kranzl.com

Schalter: 

Berker
www.hager.com/de