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Mehr Luft, mehr Licht, mehr Raum

Ein Siedlungshaus wird durch zwei Zubauten aus Holz vergrößert

Mehr Luft, mehr Licht, mehr Raum sollte der Umbau bringen – und eine bessere Erschließung. Denn... mehr

Mehr Luft, mehr Licht, mehr Raum sollte der Umbau bringen – und eine bessere Erschließung. Denn Ansprüche an das Wohnen verändern sich. In den 1950er-Jahren war der Platzbedarf geringer, Siedlungshäuser aus dieser Zeit haben meist einen kompakten, kleinteiligen Grundriss. Modernes Wohnen dagegen sieht offene Grundrisse mit großzügigem Flächenbedarf vor. Was aber tun, wenn das Siedlungshaus seit mehr als vierzig Jahren in Familienbesitz ist und bewohnt wird?

Die Bauherren entschieden sich, die anstehende Sanierung gleich für eine Erweiterung und Verbesserung der Raumsituation zu nutzen. Der beauftragte Architekt Sebastian Illichmann hat dies über zwei Zubauten erreicht, die das Haus an der Nord- und Westseite umgeben und erweitern. Nach den umfangreichen Baumaßnahmen blieben vom Bestand nur Teile des Erdgeschosses und dessen Decke erhalten, der Keller wurde saniert und mit einer neuen Sauna und einer Dusche aufgewertet. Der Eingang liegt jetzt auf Gartenniveau. Eine bequeme, helle und vor allem überdachte Stiege führt zur Garderobe im Hochparterre, die Zugang zum überdachten Freibereich, zur Treppe ins Obergeschoss und zur neuen Wohnküche bietet. Diese dehnt sich bis in den westlichen Zubau aus und holt durch ihre zahlreichen Fenster das Grün der Umgebung in das Haus. Räume, Flure und Stiegen gehen fließend ineinander über, wodurch selbst die Erschließungsflächen an Aufenthaltsqualität gewinnen.

Die Wohnsituation wurde auch im Obergeschoss mit seiner ehemals niedrigen Raumhöhe verbessert, indem das komplette Steildach abgebaut und als Holzbau mit Stahlrahmen neu errichtet wurde. Mit mehr Luft nach oben. So viel, dass in den beiden nach Osten liegenden Schlafzimmern sogar eine Galerieebene eingezogen werden konnte. Im Westen wächst der Zubau soweit in die Höhe, dass er sich bis ins Obergeschoss erstreckt. Platz, auf dem ein drittes Schlafzimmer, Bad und Toilette realisiert werden konnten.

Statt mit Satteldach schließen beide Zubauten mit Flachdächern ab, wodurch Neuraum für zwei Dachterrassen entsteht. Auf dem westlichen Zubau liegt die Terrasse so hoch, dass sie den Blick weit in die Ferne über alle Dächer öffnet. Wo Flachdach und Giebel aneinanderstoßen, werden einmal mehr Bezüge von drinnen und draußen, alt und neu sichtbar. Ein Fenster passt sich der Giebelform an und lässt Licht in den Flur im Innern bis hin zum Erdgeschoss fließen. Licht, Luft und Raum verbinden sich schlicht zu einem Mehr an Lebensqualität.

www.illichmann-architecture.com

Architekten: Architekt DI Sebastian Illichmann www.illichmann-architecture.com... mehr

Architekten:

Architekt DI Sebastian Illichmann
www.illichmann-architecture.com

Dachdecker/Spengler:

Rudolf Wukitsevits
www.hirschner.at

Fenster:

Josko
www.josko.at

Schlosser:

Reiter Christian
www.kunstschmiede-reiter.at

Elektriker:

Elektro Karner
www.elektro-karner-weiden.at

Maler:

Janda
www.janda.at

Tischler:

Möbel Zottl
www.zottl-moebel.at

Fotos:

Kurt Kuball
www.kurtkuball.com