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Markantes Rot im Einsatz

Neue Hauptfeuerwache in Leopoldstadt setzt eindeutiges Signal

Unübersehbar steht die neue Hauptfeuerwache Wien zwischen Wohn- und Bürohäusern. Niedriger als... mehr

Unübersehbar steht die neue Hauptfeuerwache Wien zwischen Wohn- und Bürohäusern. Niedriger als die umstehenden Gebäude, prägt der markante Bau dennoch die Stadtlandschaft. Leuchtendes Rot der Fassade umschließt die beiden oberen Geschosse des vierstöckigen Gebäudes und fasst sie als Einheit zusammen. An prominenter Stelle in der Leopoldstadt, umgeben von Vorgarten-, Kafka- und Engerthstraße, haben Kaufmann Wanas Architekten hier die Berufsfeuerwehr untergebracht. Verschiedene Funktionsbereiche inklusive Verwaltung sowie Zentrale der Taucher befinden sich unter dem gemeinsamen Dach, mitsamt Stellflächen für deren Tauchfahrzeuge und einer Bootswerkstatt.

Hervorstechend und doch eingepasst liegt das L-förmige Gebäude da, gerahmt von teilweise altem Baumbestand öffnet es sich seiner Umgebung. Weit kragt der Kubus der Obergeschosse über dem Eingang aus und schützt die Zugangstreppe. Blickbezüge von den Straßen ins Innere der Fahrzeughallen ergeben sich durch teilweise großflächige Verglasungen. Abseits des Straßenraums formen die neuen Gebäudeteile mit dem bestehenden Übungsturm, der durch eine Aluminiumfassade optisch integriert wurde, einen geschützten Übungshof.

Am Haupteingang unter der weiten Auskragung empfängt ein mehrgeschossiges Foyer, dessen Treppe in den Speisesaal und in die vom Wachbetrieb getrennten Verwaltungsräume führt. Der Mannschaftsbereich hingegen liegt nah an den Fahrzeughallen und ist mit diesen auf kürzestem Weg verbunden, um schnelle Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Um der fordernden Arbeit bei der Berufsfeuerwehr gerecht zu werden, stehen verschiedene Freibereiche in Form von Terrassen, verglasten Loggien und sogar ein Garten für Erholungsphasen zur Verfügung. Zwei Atrien und Durchbrüche gliedern den Raum und lassen viel Tageslicht in die Gebäudemitte eindringen. Ein positiver Effekt nicht nur für das Wohlbefinden innerhalb der Räume, sondern auch für den Stromverbrauch. Immerhin wurde das Gebäude unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz als Niedrigenergiehaus errichtet. Besonderes Augenmerk wurde im Sinne der Nachhaltigkeit auch auf eine möglichst lange Nutzungsdauer sowie geringe Folge- und Nutzungskosten gelegt. Auf veränderte räumliche Anforderungen zu einem späteren Zeitpunkt lässt sich in dem Stahlbetonskelettbau einfach reagieren.

www.kaufmannwanas.at

Fotos:

Paul Ott, Graz
www.paul-ott.at

(Erschienen in CUBE Wien 03|20)

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