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Genießen in Grün

Liebhabern von Tafelspitz wird im neuen Ambiente aufgetischt

Rindfleischspeisen und darunter besonders der Wiener Tafelspitz gehören zu den wohl beliebtesten... mehr

Rindfleischspeisen und darunter besonders der Wiener Tafelspitz gehören zu den wohl beliebtesten und berühmtesten Gerichten auf der Speisekarte des Plachutta Hietzing. Ein Gericht, das nicht zuletzt in Joseph Roths Roman „Radetzkymarsch“ ausführlich beschrieben wird und zu dessen Liebhabern auch Kaiser Franz Joseph gezählt haben soll. Tradition spielte daher bei der Neugestaltung der Räumlichkeiten eine selbstverständliche Rolle. Doch auch die Moderne sollte nicht zu kurz kommen, schließlich genießt die Küche einen internationalen Ruf. So haben sich die Bauherren gemeinsam mit dem Architekturbüro A2K und dem Partnerbüro Werkstatt Wien in einem dynamischen Planungsprozess intensiv mit den Möglichkeiten der Gestaltung auseinandergesetzt und die Abläufe analysiert und optimiert. Elegant und zeitgemäß orientieren sich die Räumlichkeiten an der internationalen Gastronomie, vermitteln das hohe Niveau der Küche und betonen gleichzeitig das geschätzte historische Flair.

Ein moderner Luster prägt den Empfangsbereich und verweist dabei direkt auf das Spiel zwischen hell und dunkel. Sattgrüne, samtbespannte Bänke fordern geradezu auf, sich an einem der Tische niederzulassen und über einem guten Essen die Zeit zu vergessen. Auch die eigens aus gedämpfter Eiche gefertigten und mit Messingintarsien gearbeiteten Stühle sind mit grünem Samt bezogen. Am Boden nehmen Läufer den Farbton auf, an Bar und Schank ist es der grüne Marmor. Messing glänzt an Leuchten und im Barbereich dazu. Traditionelles Fischgratparkett aus Eiche korrespondiert mit den hohen Lambrien, die durch ihre Kassettenstruktur und die teilweise tapezierten Flächen eine geborgene Atmosphäre schaffen. Dezent setzen sich davon die hellen, sandfarbenen Vorhänge vor den großen Fensterflächen ab. Ihren Farbton nehmen die freien Wandflächen auf.

„Wir hatten sportliche fünf Wochen Zeit für die Renovierung“, erinnert sich der Architekt Philipp Janes. Dabei ging es nicht nur um kleinere Schönheitsreparaturen, vielmehr wurde die komplette Haustechnik erneuert. Um den Restaurantbetrieb zum vorgesehenen Termin wieder aufnehmen zu können, war zum einen eine gute und durchdachte Planung notwendig. Zum andern mussten die normalen Bauabläufe einer kreativen Organisation weichen, bei der unterschiedliche Gewerke gleichzeitig arbeiteten. Wie in einer guten Küche wurde die Leistung von vielen gleichzeitig erbracht und auf den Punkt fertig.

www.a2k.at


Fotos:

Philipp Kreidl
www.ateliers.at

(Erschienen in CUBE Wien 02|19)

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