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Eine Familie, zwei Wohnhäuser

Wenn mehrere Generationen zusammen leben, braucht es Platz

Eine große Familie mit drei Generationen wohnlich zu vereinen, kann zur Verzweiflung führen oder... mehr

Eine große Familie mit drei Generationen wohnlich zu vereinen, kann zur Verzweiflung führen oder aber auch zur Herausforderung werden. Wer einen langen Atem hat, wird häufig belohnt. Ein regelrechter Glücksfall ergab sich in einem ruhigen Wiener Wohngebiet umgeben von Kleinhäusern und Kleingartenhäusern: Zwei aneinander grenzende Grundstücke wurden zum Eigentum einer Großfamilie. Daraus lässt sich etwas machen. Das dachten sich auch das Büro Rahm Architekten aus Wien, als sie gemeinsam mit den kleinen und großen Bewohnern das freie großzügige Grundstück erstmals besuchten. Ein Haupthaus und ein Nebenwohnhaus wünschte sich die Familie – eine prächtige Lösung, die im Jahr 2013 verwirklicht wurde.

Bei der Anordnung der beiden Häuser wird ausgerechnet der Raum dazwischen zu einem wichtigen, verbindenden Faktor, der das Gebäudeensemble vervollständigt. Es ist ein teilweise überdachter Hof entstanden, auf dem mal schnell das Auto geparkt wird, Freunde empfangen und verabschiedet werden, Nachbarn gegrüßt werden, und natürlich ist das der Weg, um sich von einem Haus ins andere Haus zu begeben. Der Baum im Zentrum des Hofes gehört wie selbstverständlich dazu. Funktional gesehen bedurfte es ihn nicht, zur Qualität der Hofsituation und zum Dialog zwischen beiden Häusern trägt er aber allemal bei.

Der Austritt nach draußen und die Beziehung zum Garten war allen Familienmitgliedern wichtig - gewissermaßen lebensnotwendig. So sind die Terrassen und Balkone entstanden, die sich rund um das Haupthaus auf den verschiedenen Ebenen befinden und den Blick in alle Richtungen freigeben. Eine besondere Rolle übernimmt die Terrasse zum Garten, die Treffpunkt für Groß und Klein ist, im Sommer zur Küche und zum Sprungbrett ins erfrischende Nass wird.
Erbaut wurden die Wohnhäuser, die vollständig unterkellert sind, auf einer Fundamentplatte mit aufgehenden Betonkellerwänden. Ab dem Erdgeschoss entschieden sich Architekt und Bauherr für eine Holzmassivbauweise. Die Außenwände, die tragenden Innenwände und Decken bestehen aus Brettsperrholzelementen. Das Dach wurde als Holzleichtbaudach in Sandwichbauweise ausgeführt. Die Fassaden mit hinterlüfteten Faserzementplatten der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sind in unterschiedlichen Weißtönen verkleidet – nicht nur optisch, auch energetisch eine zufriedenstellende Lösung für jedermann. Noch kommende Generationen werden ihre Freude am Grundstück und den Wohnhäusern haben.

www.rahmarchitekten.at
www.eternit.at

Architekten: RAHM architekten www.rahmarchitekten.at www.eternit.at Fotos: Gisela... mehr

Architekten:

RAHM architekten
www.rahmarchitekten.at

www.eternit.at

Fotos:

Gisela Erlacher, Eternit
www.erlacher.co.at