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Anpassungsfähig

Ein kommunikatives Mehrfamilienhaus für unterschiedliche Zielgruppen

Wohnungen für alle Altersgruppen, flexible Grundrissgestaltung, kommunikative... mehr

Wohnungen für alle Altersgruppen, flexible Grundrissgestaltung, kommunikative Gemeinschaftsräume, barrierefreie, sichere Erschließungen, praktischer Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum... Davon können manche Bewohner nur träumen. Selbst in vielen Neubauten, die heute entstehen, wird das ein oder andere Angebot vernachlässigt. Nicht so der Neubau in der Beckmanngasse mit rund 1.000 m² Wohn- und Nutzfläche. Das siebengeschossige Mehrfamilienhaus, das die Lücke in der vorhandenen urbanen Blockrandbebauung schließt, realisierte die Wiener Architektin Nerma Linsberger unter dem Motto: Alltagstauglichkeit, Wohnen in Gemeinschaft und Wohnen für wechselnde Bedürfnisse.

Die Fassaden zur Straßenseite und zum Innenhof könnten unterschiedlicher nicht sein. Einerseits eine Haut aus Metallic-Putz, durchbrochen von einer wechselhaften Anordnung der Loggien und Fenster, andererseits eine sichtbare, offene Treppenanlage – zwei kraftvolle Merkmale, die sich allerdings nicht auf eine rein skulpturale Architektur reduzieren lassen. Das Ziel lässt sich ablesen: ein möglichst breites Spektrum an Wohnmöglichkeiten für die unterschiedlichen Charaktere der Benutzer sowie eine laubengangartige Erschließung als Kommunikationsmöglichkeit und erweiterter Gemeinschaftsbalkon.

Die Wohnungsgrundrisse sind flexibel und bieten Raum für wechselnde Wohn- und Lebensbedürfnisse. Die zentrale Platzierung der Sanitärkerne gibt die Möglichkeit für unterschiedliche Grundrissgestaltung vor: In den Loft- oder 2-Zimmer-Wohnungen können Wohn-, Ess-, Schlaf- und Arbeitsräume zur Straßenseite oder zum Hof hin angeordnet werden. Für alle gleich ist der Blick in den Innenhof, der den Bewohnern eine nachhaltige Aufwertung ihrer Lebensqualität garantieren soll. „Unser vorrangiges Ziel war, den Innenhof als grüne Ruhe- und Erholungsoase im dichten Teppich des gründerzeitlichen Bebauungsrasters um die Beckmanngasse auszubilden“, erklärt die Architektin. Die gesamte Hoffläche erhält ein fein abgestuftes Höhenspiel, auf diese Weise ergeben sich unterschiedliche Wahrnehmungsebenen sowie strukturierte Freiräume. Natürliche und strenge Gestaltungs- und Grünelemente fügen sich zu einem lebendigen Gartenbild zusammen, das sich im Wechsel der Jahreszeiten entsprechend ändert. „Zum aktiven, lebhaften Benutzen dieses grünen Extrazimmers haben wir uns für die Mitte ein erhöhtes, begrüntes Element ausgedacht, das zum Verweilen und zum kommunikativen Austausch einladen soll“, ergänzt Nerma Linsberger. Die Voraussetzungen für ein Wohnen in der Gemeinschaft sind somit allumfassend geschaffen – inklusive der hier kaum erwähnten, aber benötigten Privatsphäre.

www.nermalinsberger.com

Architekt: Nerma Linsberger www.nermalinsberger.com Elektro: Ing. Johann Frantsits... mehr

Architekt:

Nerma Linsberger
www.nermalinsberger.com

Elektro:

Ing. Johann Frantsits
www.frantsits.at

HKLS:

Haustech
www.haustech.at

Aufzug:

Thyssen Krupp Aufzüge
www.thyssenkrupp-aufzuege.de

Schlosser:

Bachler Metalltechnik
www.bachler-metalltechnik.at

Kamin:

Ahrens Schornsteintechnik
www.ahrens.at

Fotos:

Andreas Buchberger
www.andreasbuchberger.com