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In der Mitte ein Atrium

Gläserne Firmenzentrale mit technischen Finessen

Auf einer Fläche, so groß wie rund hundert Fußballfelder, entsteht in Augsburg einer der größten... mehr

Auf einer Fläche, so groß wie rund hundert Fußballfelder, entsteht in Augsburg einer der größten Innovationsparks Europas. Er soll Lebens- und Arbeitsräume für Start-ups und wissenschaftliche Forschung bieten. Eines der ersten Pilotprojekte ist der Headquarter-Neubau für die baramundi software AG. Vom Büro Henn entworfen und realisiert, umfasst der Bau auf einer Fläche von rund 13.250 m² ein öffentliches Café, ein Foyer, flexibel anpassbare Arbeitsbereiche, einen Fitnessraum sowie eine Dachterrasse mit Blick auf die Alpen. Im Inneren des Gebäudes befindet sich ein Atrium, um das all diese Flächen angeordnet sind. Dank rotierender und sich überlappender Ausschnitte entstehen im Nebau vielfältige Aufenthaltsbereiche mit unterschiedlichen Raumhöhen. Um das natürliche, diffuse Licht zu verstärken, sind alle dem Atrium zugewandten Flächen mit weißem Akustikputz verkleidet. Eine großzügige, zentral platzierte Treppe führt nicht nur in die oberen Geschosse. Als Stufenpodium dient sie auch als Ort für Veranstaltungen und informelle Treffen. Rundum verglast, lässt das Gebäude viel Tageslicht ins Innere. Damit dies an sonnigen Tagen nicht zum Nachteil wird, sind im Zwischenraum der Doppelfassade halbautomatische Vorhänge integriert, die bei Bedarf für Sonnen- und Blendschutz sorgen, ohne dabei das Tageslicht auszusperren. Was das Arbeiten im Inneren erleichtert, sorgt von außen für ein lebhaftes Bild der gläsernen Fassade: Mal ist sie opak, mal einsehbar. Passend zur schlichten Fassade finden sich im Innenraum natürliche und unverkleidete Oberflächen. Dazu gehören die Wände und Decken aus Beton, die dem Gebäude, im Zusammenspiel mit sichtbaren, verzinkten Leitungen und schwarzen Stromschienen für Leuchten, eine rundum moderne Büroatmosphäre verleihen. Einen ausgleichenden Kontrast hierzu bilden natürliche Farben und gemütliche  Materialien, wie Holz und Stoff, die in den Arbeitsbereichen zum Einsatz kommen. Auch die bronzefarbenen Vorhänge, die als flexible Raumtrennungen fungieren und eine leicht anpassbare Arbeitsumgebung ermöglichen, tragen zu diesem Kontrast bei. Neben dem modernen Ambiente sorgt eine jährliche Kerntemperatur von 21 Grad für ein gutes Arbeitsklima. Diese wird durch die Geschossdecken erreicht, die als thermischer Speicher und zur Klimatisierung dienen. Gefilterte und temperierte Frischluft wird als Quellluft entlang der Fassade eingebracht und oben im Atrium zentral abgeführt. Flächenbündig in die Betondecken eingelegte Absorptionselemente sorgen zudem für guten Schallschutz bei gleichzeitiger thermischer Abstrahlung der Decke. Ein wohnliches Bürodesign mit lounchigen Möbeln, welches aktivitätsbasiertes Arbeiten ermöglicht, sowie Benefits, wie ein kostenfreies Mittagessen im firmeneigenen Restaurant „baraGusto“, ein Café, Außenarbeitsplätze im Grünen und ein Sportraum schaffen für die Beschäftigten eine Wohlfühlatmosphäre.

www.henn.com/de

Fotos:

Laurian Ghinitoiu
www.laurianghinitoiu.com

(Erschienen in CUBE Inspire 01|23)