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Umnutzung

Aus ehemaligen Büroräumen wird eine Physiotherapiepraxis

Ob zum ersten Mal oder in regelmäßigen Abständen, diejenigen, die Physiotherapie verordnet... mehr

Ob zum ersten Mal oder in regelmäßigen Abständen, diejenigen, die Physiotherapie verordnet bekommen oder sich prophylaktisch dafür entscheiden, wollen – neben der fachlichen Behandlung – vor allem eines: freundliche und ruhige Praxisräume, in denen die Privatsphäre geschützt ist. Schließlich geht es, kurz und einfach gesagt, um den eigenen Körper. Auf dem Feld kennt sich die Architektin Stephanie Bester aus. Ihr Büro Tekta hat bereits einige Arzt- und Physiotherapiepraxen geplant und realisiert.

Und doch gleicht keine Praxis der anderen. Nicht nur, dass die Wünsche und Anforderungen der Auftraggeber unterschiedlich sind, meist ist es der bestehende Grundriss, der einfallsreiche Ideen für sinnvolle Raumabfolgen erforderlich macht. So auch bei der gerade fertiggestellten Physiotherapiepraxis, die auf einer polygonalen Fläche mit einer abgerundeten Fassade effiziente Praxisräume, Umkleide- und Duschräume sowie einem großen Gerätebereich anbietet. „Die Kunden werden zunächst in einem großzügigen Eingangs- und Wartebereich im Gebäudemittelpunkt empfangen und weiter durch einen trichterförmigen Korridor zu den Behandlungsräumen an der Fassade geführt“, erläutert Stephanie Bester die Grundidee. „Da für die notwendigen Dusch- und Umkleideräume an der Fassade keine Fläche mehr vorhanden war, haben wir diesen Bereich als ‚Möbelstück‘ mitten im Korridor platziert“, so die Architektin weiter. Mit kleinen Finessen wurden im nächsten Schritt vermeintlich enge Raumsituationen gekonnt vermieden. Die Korridorwände wurden abgerundet; Ecken, Vorsprünge und Nischen für Dusche, Waschbecken, Umkleideschränke und Bänke wurden effektiv ausgenutzt; für eine angenehme Atmosphäre wurden die innenliegenden Räumen farblich abgedunkelt und mit indirektem Licht ausgestattet.

Das Material- und Farbkonzept folgt sichtlich einer durchgehenden Linie. Grüntöne an den Wänden und ein kräftiges Orange für Beschriftungen sorgen für Akzente und eine klare Orientierung in der Praxis. Für den Boden wurde ein moderner Vinylbelag in Holzoptik gewählt, da aufgrund der bestehenden, geringen Bodenaufbauhöhe nicht der gewünschte Holzfußboden ausgeführt werden konnte. Einbaumöbel, wie beispielsweise der Empfangstresen und die Bänke in den Umkleiden wurden, nach Plänen der Architektin, von der Stuttgarter Schreinerei Möbel + Raum ausgeführt. So ist insgesamt in weniger als vier Monaten (von der Planung bis zur Fertigstellung inklusive des Praxis-Logos) auf einer ungewöhnlichen Fläche eine erstaunlich kompakte, helle und komfortable Praxis entstanden.

www.buero-tetka.de

Innenarchitekten: Büro Tekta www.buero-tetka.de Fotos: Stephanie Bester mehr

Innenarchitekten:

Büro Tekta
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Fotos:

Stephanie Bester