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Für sich & gemeinsam

Halboffene Struktur verbindet zwei durch ein Treppenhaus getrennte Büroflächen

Erst eingehend analysieren und Vertrauen aufbauen, dann auf dieser Basis planen und umsetzen. So... mehr

Erst eingehend analysieren und Vertrauen aufbauen, dann auf dieser Basis planen und umsetzen. So könnte man die Reihenfolge der gelungenen Neugestaltung angemieteter Büroflächen von Artikular Architekten beschreiben. Alles sollte sehr offen und einladend wirken und trotzdem Rückzugsmöglichkeiten bieten. Die Einrichtung sollte frisch und modern sein, jedoch nicht zeitlos und vor allem nicht „laut“. Man wünschte sich für die Mitarbeiter eine freundliche Arbeitsatmosphäre, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt.

Die vorgefundenen Räumlichkeiten waren geprägt von klassischen Einzel- und Doppelbüros. Hier hatte jeder hat für sich gearbeitet. Gemeinschaftlich nutzbare Räume gab es nicht. Die Mitarbeiter zu überzeugen, dass eine neue „offene bis halboffene“ Struktur die geeignete Antwort auf die Bauherrenwünsche ist, war anfänglich nicht leicht. Einschränkend für das geplante Konzept war außerdem, dass die Fläche nicht zusammenhängt, sondern auf zwei Büroflügel mit je ca. 400 m² verteilt und durch ein Treppenhaus getrennt ist. Diese beiden Flächen räumlich und gestalterisch miteinander zu verbinden, war durchaus herausfordernd.

Schließlich konnten Artikular Architekten die Mitarbeiter mit spannungsvollen Raumabfolgen überzeugen. Mithilfe des durchdachten Möblierungskonzeptes werden Zonierungen mit Gestaltungselementen wie die vertikale Holzstruktur und Sichtbezüge hergestellt. Haptisch angenehme Materialien unterstützen die motivierende Arbeitsatmosphäre. Am Ende hat sich jeder an seinem Arbeitsplatz wiedergefunden, den er als Rückzugsort für konzentrierte Arbeiten nutzen kann und dabei immer die Möglichkeit hat, die wohltuende Weite des Raumes und das große Ganze wahrzunehmen. Man kann frei entscheiden, wann man für sich und wann man in der Gruppe sein will.

Um die beiden Gebäudeflügel konzeptionell zu einer Einheit zu verbinden, sind essenzielle Funktionen wie die sogenannte „Wasserstelle“ (Küche mit Aufenthaltsbereich), die Garderobe und unterschiedliche Besprechungsraumkonzepte auf beiden Flächen verteilt. Man arbeitet und kommuniziert zwar gleichermaßen in beiden Flügel, durch die Funktionsverteilung ist jedoch gewährleistet, dass sich die Mitarbeiter mehrmals täglich zwischen den beiden Flügeln bewegen.

www.artikular.com

Fotos:

Philipp Mürdter
www.philippmuerdter.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 04|21)

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