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110 Jahre Behrensbau

Eine Ausstellung thematisiert die Geschichte von Mannesmann und seinem Unternehmenssitz

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Behrensbau Fassade Die Modernität seiner Architektur zeigt sich im Innern, in der Konstruktion und den technischen Ausführungen. Die Fassade kommt fast ohne Dekoration aus, auffällig ist der Rhythmus der vielen rechteckigen Fenster. Bildnachweis: Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen/Axel Thünker

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Großraumbüro Behrensbau Büros mit durchgängiger Fensterfront sind 1912 ungewöhnlich. Der Wechsel der schmalen Fenster und Pfeiler sorgt für weiches Licht, ohne harte Schattenwürfe und dunkle Ecken. Erstmals arbeiten alle Beschäftigten bei Tageslicht. Bildnachweis: Salzgitter AG-Konzernarchiv / Mannesmann-Archiv

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Werbung für Flugzeugrohre (1936) Seine lang geplante Unternehmensstrategie verfolgt der Mannesmann-Konzern bis in die 1930er Jahre hinein weiter: den Ausbau zu einem umfassenden Montankonzern. Ziel ist es, selbst Erz und Steinkohle zu fördern und in Stahlwerken und Fabriken eigene Produkte herzustellen – eine damals im Ruhrgebiet typische Unternehmensstrategie. Im Zweiten Weltkrieg produziert der Konzern Rüstungsgüter wie Bombenhülsen für die nationalsozialistische Diktatur. Das Unternehmen beschäftigt hierfür Zwangsarbeiter und profitiert von der Übernahme jüdischer Firmen in den Konzern. Bildnachweis: Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen

Über 110, meist turbulente Jahre haben den sogenannten „Behrensbau“ am Mannesmannufer in Düsseldorf seit seiner Eröffnung im Jahr 1912 begleitet. Unter einem Dach treffen moderne Architektur, wechselvolle Wirtschaftsgeschichte, politische Ereignisse, Kriege und Krisen mehr als eines Jahrhunderts aufeinander. Die Ausstellung „110 Jahre Behrensbau. Architektur und Geschichte“ , die das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen vom 24. Mai bis 5. November 2023 zeigt, nimmt das Bauwerk, seinen Architekten Peter Behrens und den Mannesmann-Konzern in den Blick. Mit 144 Objekten und mehr als 100 Fotos (darunter beeindruckende Innen- und Außenaufnahmen aus der Frühzeit des Gebäudes) zeichnet sie den Weg des größten deutschen Röhrenproduzenten von der Gründung des Unternehmens bis zur Übernahmeschlacht mit Vodafone im Jahr 2000 nach. Fotos, Skizzen und Designobjekte veranschaulichen den Werdegang des Architekten und „Universal-Gestalters“ Peter Behrens, der schon früh das rasante Wachstum der Städte als zentrale Aufgabe der Bauplanung erkennt. Historische Dokumente wie eine Bestell-Liste der französischen Armee an den Düsseldorfer Oberbürgermeister aus dem Jahr 1924 zeigen, wie der Behrensbau zeitweise zum politischen Schauplatz wird: 1923 besetzen französische Soldaten das Gebäude und nach dem Zweiten Weltkrieg nutzt es die britische Militärregierung als Hauptsitz, bevor im Sommer 1946 die erste nordrhein-westfälische Landesregierung einzieht. Nach dem Auszug von Vodafone 2012 wurden Teile des Gebäudes von 2015 bis 2017 als Notunterkunft für Geflüchtete aus Afghanistan und Syrien genutzt. Schließlich wirft die Ausstellung einen Blick in die Zukunft des Behrensbaus: Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen wird das Gebäude künftig dauerhaft als zeithistorisches Museum nutzen.


110 Jahre Behrensbau. Architektur und Geschichte

Behrensbau
Mannesmannufer 2
40213 Düsseldorf

Bis 5. November 2023

www.hdgnrw.de/ausstellungen/110-jahre-behrensbau