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Wo alles begann ...

100 Jahre Unternehmensgeschichte: BMW kehrt auf sein historisches Werksgelände zurück

An Orten, an denen Historie und heutige Moderne zusammenkommen, ist meist Hintergrundwissen... mehr
An Orten, an denen Historie und heutige Moderne zusammenkommen, ist meist Hintergrundwissen nötig, um das Gebaute zu verstehen und einordnen zu können. Zudem ist es einfach interessant, sich vergangene Geschichte in Erinnerung zu rufen und zu sehen, wie diese wieder lebendig wird. Genau das ist bei einem Bauwerk geschehen, das zu den wenigen industriellen Baudenkmälern in München gehört: Die Bayerischen Motoren Werke an der Moosacher Straße. Architekt Otho Orlando Kurz errichtete von 1916-1918 das erste Werksgelände der 1917 gegründeten BMW GmbH, die aus den im Jahr 1913 gegründeten Rapp Motorenwerken hervorgegangen ist. 1920 ging dann allerdings das Werksgelände in den Besitz der Knorr-Bremse-AG über und BMW fing an, schräg gegenüber, an der Lerchenauer Straße, seinen bis heute wachsenden Stammsitz zu erbauen. Und nun, 100 Jahre später, kehrt BWM mit seinem Bereich BMW Group Classic dahin zurück, wo alles begann.

Nachdem BMW 2014 das 13.000 m2 große Areal zurückerwarb, wandte sich das Unternehmen an das Münchner Architekturbüro Lanz Architekten. Gemeinsam entwickelten sie ein behutsames Sanierungskonzept, fügten einen Neubau zwischen den historischen Gebäudeteilen ein und schufen einen offenen Campus für Kunden, Interessierte und Besucher. „Dort, wo einst der erste Motor entstand, ist heute die lebendige Geschichte von BMW erlebbar“, so Martin Penner, Architekt und Geschäftsführer im Büro Lanz Architekten.

Der Reihe nach: Zunächst werden die Ankommenden von den im neuen Glanz erscheinenden Torgebäuden und dem zentralen Triumphbogenmotiv des alten Werkstores empfangen. Rechts davon, wo einst in einer offenen Loggia der Eingang für die Arbeiter war, befindet sich heute das Classic Café, das zum Treffpunkt für alle Interessierten und Liebhaber historischer Fahrzeuge geworden ist. Damit nicht genug. Dort wo früher der Werksarzt seine Räume und einige Arbeiter ihre Dienstwohnungen hatten, sind nun das Archiv der BMW Group, eine Bibliothek, Schulungs- und Tagungsräume und der Vertrieb für Oldtimerteile untergebracht.

Hinter den Torgebäuden erscheint der schimmernde Metallriegel des Neubaus mit großen gläsernen „Schaufenstern“ an den Innenstirnseiten, die schon von außen die Gebäudenutzung erkennen lassen: Die Werkstatt der BMW Group Classic. Der klare, rechteckige Baukörper setzt sich aus drei Abschnitten zusammen: Rechts und links sind zwei Werkstatthallen angeordnet, dazwischen liegt eine große überdachte Außenfläche, die in erster Linie dem wettergeschützten Be- und Entladen der Autotransporter dient, aber ebenso gut auch für Fahrzeugpräsentationen und Events genutzt werden kann. Wer von außen genau hinschaut, erkennt schnell die Absicht der Architekten bei der Wahl der Materialien. Die historische Fassade der Flugmotorenhalle, das hinterste Gebäude auf dem Areal, spiegelt sich in der schwarzglänzend lackierten Untersicht der scheinbar frei schwebenden Werkstattüberdachung und wird somit ebenbürtig in Szene gesetzt.

Der große rechteckige Bestandsbau besteht zum einen aus einer Halle, die zum Schaudepot historischer Fahrzeuge geworden ist. „Die Betonkonstruktion haben wir, wo nötig, ertüchtigt und weiß gestrichen; der ursprüngliche Hallenboden aus Beton konnte zum großen Teil erhalten bleiben. Manche Gebrauchsspuren haben wir aber auch bewusst erhalten“, erklärt Martin Penner das Sanierungskonzept. Den angrenzenden zweigeschossigen Querbau, die ehemalige Flugmotorenhalle, haben die Architekten auf seine ursprüngliche Raumform zurückgeführt. Eingefügte Zwischendecken wurden entfernt, so dass die mächtige Rahmenkonstruktion der zentralen Kranbahn wieder zu voller Geltung kommt. Neutral in weiß und hellgrau konzipiert, ist so ein idealer Ort für farbenprächtige Events und Präsentationen entstanden, in der die Anwesenden sowohl auf historische Beton- und Stahlkonstruktionen als auch auf neue Klima- und Medientechnik blicken. 100 Jahre Industriegeschichte in einem historisch modernen Gesamtensemble – ein wahrlich besonderer Auftritt.

www.lanz-architekten.de
Architekten: Lanz Architekten + Generalplaner www.lanz-architekten.de HLSK: Climaplan... mehr

Architekten:

Lanz Architekten + Generalplaner
www.lanz-architekten.de

HLSK:

Climaplan GmbH Ingenieure für Versorgungstechnik
www.climaplan.de

Elektrotechnik:

Pro-Elektroplan
www.pro-elektroplan.com

Lichtplanung:

Gabriele Allendorf light identity
www.gabriele-allendorf.de

Medienplanung:

bfm-net
www.bfm-net.com

Fotos:

Florian Holzherr
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