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Neuer Schwung im Quartier

Mehrfamilienhaus-Ensemble in Zentrum von Pasing

Das strahlend weiße Mehrfamilienhaus entpuppt sich beim Näherkommen als ein Ensemble aus zwei... mehr

Das strahlend weiße Mehrfamilienhaus entpuppt sich beim Näherkommen als ein Ensemble aus zwei getrennten Stadtvillen mit einer Lücke zwischen beiden, die in den Garten führt. Beide Gebäude haben Staffelgeschosse im dritten und vierten Obergeschoss. Die Lage des Doppelgebäudes ist exzellent, mitten in Münchens westlichem Stadtteil Pasing, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und anderer öffentlicher Verkehrsmittel, und damit auch zu Post, zu Banken und diversen Einkaufsmöglichkeiten wie den Pasing-Arcaden. Auf dem Baugrundstück standen zwei Bestandsgebäude, die abgerissen wurden und nun fügt sich der Neubau erstaunlich gut in seine inhomogene Umgebung ein. Die Nachbarhäuser sind meist von unterschiedlicher Höhe. Es handelt sich überwiegend um Wohnblöcke aus den Nachkriegsjahren und sogar um einen Bauernhof, der im Süden anschließt – wogegen sich der neue herausgeputzte Nachbar deutlich abhebt. Die unterschiedlichen Traufhöhen sind jedoch nicht unbedingt von Nachteil, so wirkt die Umgebung lebendiger und gewachsener, ohne die Eintönigkeit gleich hoher Siedlungshäuser. Und wenn man so will, passt sich das „LivingWest“ genannte Ensemble mit seinen Staffelgeschossen sogar seiner Umgebung an. Der Entwurf stammt von den Münchner Architekten lauber zottmann blank, die verstehen, die schwierigen Anforderungen des Bauvorhabens virtuos umzusetzen. Die Kubatur der Häuser und ihre Lage auf dem Grundstück nimmt Bezug auf die Gegebenheiten des Ortes, wie etwa der Form der angrenzenden Nachbargrundstücke, die teils zickzackartig in den Garten hineinragen. Die Architekten schafften es, spielerisch damit umzugehen und die Abstandsflächen dementsprechend auszutarieren. Als augenfälligstes Merkmal bildet der östliche Bau eine diagonale Fassadenfläche zu den sich hier kreuzenden Straßen Irmonherstraße/Bachbauernstraße und vermeidet so elegant die scharfe Ecke, die eine Blockrandschließung bedeutet hätte. Tragende Gebäudeteile sind aus Stahlbeton, die restlichen Wände aus Ziegelmauerwerk. 37 Wohnungen zwischen 37 und 148 m², mit großzügig bemessenen Loggien, Balkonen oder Terrassen nach Süden zum Garten hin, wurden in den recht kompakten Häusern untergebracht. Es gibt eine Tiefgarage mit 37 Stellplätzen und private Kellerabteile für die Bewohner. Die beiden Häuser werden durch je ein Treppenhaus und durch Aufzüge auf der Nordseite erschlossen. Die Ausstattung der Wohnungen ist mit ihren Eichenparkettböden, Schallschutzfenstern, Sonnenschutz-Rolläden, gefliesten Bädern, Duschen und WC`s hochwertig. Beide Mehrfamilienhäuser haben durchaus zur Aufwertung des Quartiers beigetragen.

www.lauberzottmann.de

Architekten: lauber zottmann blank www.lauberzottmann.de Fotos: Stefan Müller-Naumann mehr

Architekten:

lauber zottmann blank
www.lauberzottmann.de

Fotos:

Stefan Müller-Naumann