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Ausgeklügelte Vergrösserung

Umbau eines Hauses von Sep Ruf in Ramersdorf

Sie stehen da wie Bauklötzchen und sie glichen sich zum Zeitpunkt der Entstehung aufs Haar: Acht... mehr

Sie stehen da wie Bauklötzchen und sie glichen sich zum Zeitpunkt der Entstehung aufs Haar: Acht kleine Einfamilienhäuser in Reih und Glied in der Herrenchiemseestraße in Ramersdorf. Dieser Haustyp ist beispielhaft in der von Guido Haber entworfenen Mustersiedlung – Ende der 1920er-Jahre konzipiert und bis Mitte der 1930er-Jahre umgesetzt. Er wurde als eines der ersten Häuser vom Architekten und Designer Sep Ruf kurz nach Abschluss seines Studiums entworfen. Mehr als 80 Jahre später konnten die ehemals räumlich sehr sparsamen Gebäude über neue Regelungen im Bebauungsplan mittlerweile um 5 m in Richtung Süden vergrößert und den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Die für das Haus wesentlichen Details wie zum Beispiel der Verzicht auf einen Dachüberstand mit direkt angeputzten Biberschwanzdachziegeln, der optischen Beibehaltung der Straßenansicht auch nach der Renovierung, sowie Merkmale wie das Gartentor oder die Außenbeleuchtung wurden sorgfältig überarbeitet bzw. beibehalten. Ziel des Entwurfes war es, den Grundsatz des ursprünglichen Entwurfes von Sep Ruf auch im Rahmen der Erweiterung zu bewahren und fortzuschreiben. Die parallele Reihung der Abfolge öffentlich / halböffentlich / privat – mit einer in Ost-Westrichtung verlaufenden internen Hauptachse, die von zwei außenseitig rahmenlosen Rundbogentüren begrenzt wird, wurde beibehalten. Das ehemals an der Außenwand liegende Treppenhaus wurde um ca. 2,50 m nach Süden verschoben. Keine Flächen wurden an unnötige Flure verschwendet. Nach Betreten des Hauses öffnet sich ein freiüberspannter 60 m² großer Raum mit Blick in den Garten über eine 25 m² große raumhohe Fensterfront, die aus drei parallel zueinander verschiebbaren Glasflächen besteht. Die Absicht bestand darin, in der Betrachtung der renovierten Eingangsfassade und dem großzügigen loftartigen und stützenfreien offenen Küchen-/ Ess- und Wohnbereich eine größtmögliche Spannung zwischen Tradition und Moderne zu erzeugen. Im OG mündet die Treppe in ein offenes Raumgefüge bestehend aus Badbereich, Elternschlaf-/ und Kinderzimmer, die über Schiebetüren voneinander getrennt werden können. Durch eine geschickte vertikale Raumökonomie konnte im „Spitz“ des Hauses noch Platz für ein Homeoffice mit WC und ein Gästezimmer gewonnen werden. Die große Erfahrung im Zusammenspiel von Architektur und Innenarchitektur des Büro Jürke kam bei diesem Projekt voll zum Tragen. Wirkt das Haus von außen auch klein, so überrascht es doch innen mit einer Größe, die man nicht erwartet hätte.

www.juerke.com

Architekten: Jürke Architekten www.juerke.com Rohbau/Baumeister: Bauunternehmen Bernhard... mehr

Architekten:

Jürke Architekten
www.juerke.com

Rohbau/Baumeister:

Bauunternehmen Bernhard Hartmann
www.bauen-mit-hartmann.de

Zimmerer/Dachdecker:

Bauspenglerei Wagner
Telefon: 08636-981970

Fenster/Holz:

A+B Reichenberger
www.schreinerei-reichenberger.de

Fenster/swissFineLine:

swissFineLine
www.swissfineline.ch

Metallbau (Kunstschmiede/Metallgestaltung):

Harald Schwazer
www.schwazer.it

Metallbau:

Anton Donhauser
Telefon: 089-6114424

Sonnenschutz:

Tor- + Sonnenschutztechnik Nicklbauer
www.nicklbauer-gmbh.de

Schreiner:

Thomas Hölzl Innenausbau
www.thomashoelzl.eu

Heizung/Sanitär:

Johann Högerl
Telefon: 08549-910066

Bodenbelag/Pandomo, Fliesen:

Mario Karacic Fliesenverlegung
www.fliese.de

Beleuchtung:

PSLab
www.pslab.net

Fotos:

Florian Holzherr