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Aus zwei wird eins

Nach Umbau zweier Wohnungen beherbergt das Dachgeschoss eine großzügige, helle Wohnung

Auf Empfehlung eines Bekannten wandte sich der private Bauherr an das Architekturbüro Clemens... mehr

Auf Empfehlung eines Bekannten wandte sich der private Bauherr an das Architekturbüro Clemens Frosch Architekten, um aus zwei verwinkelten Wohnungen mit Dachgauben eine große, lichtdurchflutete Wohnung zu schaffen. Das gesamte Gebäude aus dem Jahre 1877 steht unter Denkmalschutz. Der Dachstuhl war stark geschädigt und bereits größtenteils erneuert. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, ihn abzutragen und mit um einem Meter erhöhten First neu aufzubauen. Zugute kam hier die Idee, die Belichtung gänzlich ohne Dachgauben zu realisieren und den Räumen einen eigenen Charakter mit großen Dachflächenfenstern zu geben. Das entsprach dem ursprünglichen ruhigen Erscheinungsbild des Daches. Hofseitig wurde ein verglaster Lift angebaut, der mit kleinen Brücken an das Gebäude angebunden ist.
 
Eine besondere Herausforderung stellte der Umbau mit der darunter weiterhin bewohnten Wohnungen dar. Hier kam den Planern die Logistik und das Knowhow der beteiligten Zimmerei Frank und der NHP Bau AG zu Hilfe. Nach dem erfolgten Umbau präsentiert sich in dem denkmalgeschützten Haus nun eine großzügige, moderne und vor allem tageslichthelle Wohnung, die durch elegante zurückhaltende Räume mit zahlreichen Durch- und Ausblicken besticht. Die unterschiedlichen Verglasungen wie ein großformatiges Schiebefenster von Sky-Frame zur Terrasse und die Oberlichter zur Schaffung unterschiedlichster Lichtstimmungen lassen den Himmel ganz nahe erlebbar werden. Doch wie die Lichtstimmung auch gerade ist, ihren gemütlichen Charakter behält die Wohnung immer. Ein Grund hierfür ist vor allem der warme Parkettboden, der in allen Räumen zu finden ist. Auf die Baubiologie wurde besonders geachtet, so wurden an den Wänden nur Kalkleimfarbe benutzt. Generell wurden für die mit vielen direkt in der Planung integrierten Einbauschränken konzipierte Wohnung nur wenige, ausgewählte Materialien verwendet. Sogar in den Bädern wurde der Parkettboden verlegt, der eine Verbindung zu den von den Planern designten Naturholzmöbel mit Stahlgestellen herstellt. Eine zusätzliche konzeptionelle Besonderheit  der Wohnung liegt in der zentralen Eingangshalle mit großen Oberlichten. Sie ist der zentrale Eingang mit geschickt in den Wandbekleidungen intergrierten Garderobeschränken und einer Sitzbank. Die Halle verbindet und trennt gleichzeitig die Wohnung in zwei Bereiche. Die privaten Räume wie Schlaf- und Badezimmer erschließen sich zusätzlich durch einen kleinen Flur im Süden, während sich auf der anderen Seite der Halle der direkte große Zugang in das Wohn- und Esszimmer sowie die Küche befinden. Angekommen im Wohnzimmer kann der Blick durch die große Verglasung ins Freie und auf der Westseite in Richtung Maximilianeum gleiten.

www.frosch-architekt.de
www.zimmereifrank.de


Fotos:

Claudia Reiter
www.foto-reiter.de

(Erschienen in CUBE München 01|21)

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