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Neu und alt in Harmonie

Eine Familie lebt auf historischem Grund und übersetzt die Tradition ins Heute

Wachwitz, eines der alten Fischerdörfer an den Dresdner Elbhängen rechts des Flusses, ist heute... mehr

Wachwitz, eines der alten Fischerdörfer an den Dresdner Elbhängen rechts des Flusses, ist heute ein Stadtteil von Dresden und seit Jahrhunderten geprägt von der idyllischen Lage auf den ehemaligen Weinbergsfluren am Wachwitzbach, der hier in die Elbe mündet. Die Erben eines Grundstückes im gut erhaltenen und denkmalgeschützten Dorfkern hatten beschlossen, als Familie weiter an diesem historischen Ort zu leben und zu wohnen. Sie beauftragten Atelier Lauströer Richter Architekten aus Dresden, diesem Wunsch eine Gestalt zu geben.

Anfängliche Überlegungen, das bestehende Gebäude gemeinsam zu nutzen, wurden aufgegeben zugunsten der Idee, dem Bestand ein neues Haus zur Seite zu stellen und so die historische Bebauung des Grundstücks aufzugreifen. Das neue Wohnhaus steht direkt am Wachwitzbach auf der Grundfläche einer vormals hier befindlichen Scheune. So wird auch der Hof zwischen den Gebäuden als Gemeinschaftsraum wiederbelebt. Dieser Tage wurde ein Baum gepflanzt, der dem Hof und der Gemeinschaft die Mitte gibt. Leitidee der Architekten war, den Maßstab des Ortes anzunehmen und zeitgemäße Übersetzungen zu finden. Für sie war es eine schöne Aufgabe, sich um das geschwisterliche Nebeneinander der beiden Häuser zu kümmern, Trennendes wie Gemeinsames auszubalancieren. Die topografische Situation, der Bach, der unmittelbar am Grundstück entlang fließt, die Einbettung der Architektur in den Grund, der sich an dieser Stelle zum Elbtal weitet – das war eine geradezu üppige Entwurfs­umgebung! Von den Bezügen zum Landschaftsraum profitieren auch die Innenräume, trotz der stadträumlichen Dichte genießen die Bewohner Ausblicke mit großer Privatheit. Gleichzeitig verlangte aber das Bauen im denkmalgeschützten Dorfkern jede Menge Abstimmung mit Ämtern und Nachbarn; das war ein sehr langer, letztlich aber auch sehr ergiebiger Prozess, von dem alle Beteiligten profitiert haben.

Die eingesetzten Materialien sind so natürlich und unverstellt wie möglich: Im Altbau Lehm- und Kalkputz, im Neubau Sichtbetonflächen. Beide Häuser sind im Grundaufbau verwandt, massives Erdgeschoss mit Holztragwerk obendrauf: Beim Altbau ist es Fachwerk, beim Neubau ein Holzrahmenwerk aus vorgefertigten Elementen, die an einem Tag versetzt wurden. Nachhaltig ist die maßvolle Nutzung von Grund und Boden, die Beheizung des Bestandsgebäudes mit Pellets und die energetische Verbesserung der historischen Räume durch Leichtlehmwände. Hervorzuheben ist auch das konsequente Weiterverwenden von Baustoffen, die vor Ort beim Abbruch gewonnen wurden. Bodenbeläge innen und außen wurden gesichert und wieder eingebaut. Die Sandsteinquader an der bachseitigen Außenwand des Neubaus stammen ursprünglich aus Nebengebäuden. Handwerklich bearbeitet treten sie wunderbar verwandelt wieder in Erscheinung.

www.atelier-lr.de

Fotos:

Christian Stiller

(Erschienen in CUBE Leipzig 01|22)

Architekten: Atelier Lauströer Richter Architekten www.atelier-lr.de Tragwerksplanung:... mehr
Architekten:

Atelier Lauströer Richter Architekten
www.atelier-lr.de

Tragwerksplanung:

Sven Baake
www.baake-planung.de

Rohbau:

Baustein
www.bau-stein.com

Holzbau:

Zimmerei Schlimpert
www.zrs-meissen.de

Putz und Lehmbau:

Marco Ihle
Telefon: 035057-549530

Metallbau:

Metallbau Lock
www.metallbau-lock.de

Bedachungen:

Volker Stephan
www.dienstleistung-stephan.de

Fenster und Türen:

Modellbau Leutert
www.modellbau-leutert.de

Treppen und Möbel:

Tischlerei Berge
www.tischlerei-berge.de

Heizung:

Maik Harnisch
www.maik-harnisch.de

Elektro und Licht:

Licht in Form
www.licht-in-form.de

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