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Rundum ausdrucksstark

Das Führungs- und Schulungszentrum der Berufsfeuerwehr Köln

Gleich gegenüber der Kölner Pferderennbahn befindet sich dieses markante Gebäude, welches das... mehr
Gleich gegenüber der Kölner Pferderennbahn befindet sich dieses markante Gebäude, welches das Führungs- und Schulungszentrum der Berufsfeuerwehr Köln beherbergt. „Mit dem Neubau wollten wir ein angemessenes Symbol für die aktuelle Bedeutung der Feuerwehr mit ihrer wichtigen sicherheitstechnischen und gesellschaftlichen Funktion setzen“, so Architekt Jürgen Flohre. „Darüber hinaus hat uns das Landschaftsschutzgebiet, in dem sich das Grundstück befindet, dazu bewogen, eine Lösung zu suchen, die sich schonend in die natürliche Umgebung einpasst, wenig Flächen versiegelt und den Baumbestand erhält“, ergänzt Architektin Maria Mocanu.

Um Höhe und Ausdehnung auf ein sinnvolles Maß zu begrenzen, haben die Architekten einen Komplex aus einem runden Baukörper und einem langgestreckten orthogonalen Riegel entwickelt. Während sich in dem fünfstöckigen Rundbau unter anderem die Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge, die Übungsräume inklusive Übungsturm, die Einsatzleitstelle sowie die Feuerwehreinsatzleitung befinden, bietet der rechtwinklige Riegel unter anderem Platz für die Schule, Bibliothek, Büros und Aufenthaltsräume für Lehrbereichsleiter und Dozenten der Feuerwehrschule.

Durch seine besondere Funktion als Leitzentrale und durch die Gestalt des Gebäudes symbolisiert der Rundbau die moderne Bedeutung des Rettungsgedankens mit seinen gesellschaftlichen und technischen Komponenten. Um einen angemessenen Ausdruck zu finden, haben die Architekten die traditionelle Idee einer durchbrochenen Sichtschutzwand aufgegriffen, die zwar Licht hineinlässt, zugleich aber auch eine optische und psychologische Barriere darstellt. Das unregelmäßige Muster legt die Assoziation eines städtischen Straßennetzes nahe. Auf der Ebene der Rettungssymbolik kann es als „Feuer und Wasser“ oder „Gefahr und Rettung“ verstanden werden.

Die Ostwand des Riegels ist 90 m lang und überragt auf beiden Seiten das Gebäude. Zugleich überdeckt sie auch die schmale Seite des C-Baus, der auf diese Weise in den neuen Komplex integriert wird. Hier sind nur schmale Öffnungen für die Nebenräume vorgesehen. Der Rundbau stellt zusammen mit der langen Wand des Riegels das Kernstück der gestalterischen Konzeption dar. Dabei entfaltet die freie, kräftige Struktur des Rundbaus ihre Wirkung vor der langen Wand, die einen ruhigen Hintergrund dafür bildet.

Die Verbindungsbrücken sowie die Eingangshalle sind verglast und weisen schlanke Metallprofile auf. Dank dieser architektonischen Maßnahme sind sie als Baukörper zurückhaltend und betonen die Materialität von Rundbau und Riegel.

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Architektur: BFM Architekten Fotografie: Arne Hofmann www.arnehofmann.de mehr
Architektur:
BFM Architekten Fotografie:
Arne Hofmann
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