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Möglichst unauffällig

Ein vollvernetztes Einfamilienhaus basiert auf Qualität und Ästhetik

Vor gut zwei Jahren hat sich ein Bauherrenpaar seinen Traum vom Wohnen erfüllt: ein... mehr

Vor gut zwei Jahren hat sich ein Bauherrenpaar seinen Traum vom Wohnen erfüllt: ein raffiniertes, architektonisch elegantes und zurückhaltendes „Smart-Haus“. Dass in dem Haus die gesamten technischen Komponenten miteinander vernetzt sind, ist dem Haus nicht anzusehen. Dafür ist Architekt Oliver Jäkel verantwortlich, der von Beginn der Planung an die Themen Gestaltung und Vollvernetzung zusammen betrachtet hat und somit die vielen notwendigen technischen Bauteile so geschickt integrierte, dass sie entweder nicht sichtbar oder unauffällig positioniert wurden.

Was die äußere Gestaltung betraf, so war die Vision, dass sich das Satteldachhaus an die für das bergische Land typischen Fassadenbekleidungen mit Schieferplatten anlehnen und daher dunkel erscheinen sollte. Die Entscheidung fiel auf schwarze Klinkersteine, schwarze Flachziegel, schwarze Fenster und Haustür, schwarze Dachrinnen und Fallrohre sowie schwarze Platten- und Splittflächen in den Außenanlagen – von wegen schwarz in schwarz: die unterschiedlichen Materialien und ihre unterschiedlichen Schwarztöne verleihen dem puristischen Baukörper Struktur und vielfältige Oberflächenwirkung. Passend dazu sorgen die Bepflanzung und die Corten-Stahlplatten im Bereich der Hauseinfahrt für dezente farbliche Akzente. Ganz im Gegensatz zur dunklen Fassade sind die Räume des Hauses hell, offen und überwiegend in weiß gestaltet. „Wir haben die Blickachsen so geplant, dass sich von vielen Standpunkten im Haus immer wieder weite Blicke in die Landschaft ergeben und sich die Innenräume mit der Landschaft verbinden“, erläutert Oliver Jäkel. „In der oberen Etage ist der große Dacheinschnitt das prägende Element, das zum einen eine nicht einsehbare Terrasse bildet, zum anderen ermöglichte es uns, auf schräge Dachfenster zu verzichten und die zurückversetzte Fassade zum Schlafzimmer und Bad voll zu verglasen“, so Jäkel weiter.

Auch wenn dem einen oder anderen Besucher Tablets, Touch-Panels und Lüftungsfugen auffallen mögen, so sind Komplexität und Möglichkeiten der Vollvernetzung kaum zu begreifen und bedürfen Erklärung und Demonstration. Beispielsweise wurden für separate Beleuchtungsszenarien neben den üblichen Einbauleuchten in den Betondecken LED-Bänder eingebaut, die sich in bündigen Profilen in Wänden, Decken, im Sockel von Möbeln, der Küche oder der Badewanne verstecken; neben der individuellen Steuerung des Sonnenschutzes werden die Lamellen-Raffstores über eine Wetterstation gesteuert; wird ein Fenster geöffnet, so wird die Temperatur der Fußbodenheizung automatisch abgesenkt und die Lüftungsanlage wird abgeschaltet, um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Damit nicht genug: Die Haushaltsgeräte (Backofen, Herd, Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner, Fernseher) sind ebenfalls vollvernetzt und können beliebige Nachrichten zur akustischen Mitteilung an die Musikanlage oder zur visuellen Mitteilung an den Fernseher senden. So heißt es dann „Der Braten ist fertig“ – in ferner Zukunft sollte unbedingt noch „Es ist angerichtet“ ertönen.

www.oliverjaekelarchitekt.de

Architekten: Oliver Jäkel www.oliverjaekelarchitekt.de Rohbau: Hans Hartenfels... mehr

Architekten:

Oliver Jäkel
www.oliverjaekelarchitekt.de

Rohbau:

Hans Hartenfels
www.firma-hartenfels.de

Elektro-Installation:

Licht & Haus
www.licht-haus.de

Heizung, Sanitär, Klima, Lüftung:

Anton Ludwig
www.anton-ludwig.de

Glaserarbeiten:

Glas Söller & Streich
www.glassoeller-streich.de

Innenausbau:

Schreinerei Müller
www.innenausbau-mueller.com

Schlosserei:

Die Metalllösung Weissenborn
www.metallloesung.de

Parkett:

Böttcher & Meider
www.boettcher-meider.de

Kamin:

Köln Kamine
www.koeln-kamine.de

Estrich:

Heinz Recht
www.heinz-recht.de

Außenanlagen:

Garten- und Landschaftsbau Ingenillem
www.ingenillem-galabau.de

Fotos:

Stefan Schilling