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Grüne Metamorphose

Die Revitalisierung einer Brache in Deutz schafft sportliche Begegnungsangebote und Biodiversität

Welche Möglichkeiten die Landschaftsarchitektur bei der Bewältigung von Herausforderungen durch... mehr

Welche Möglichkeiten die Landschaftsarchitektur bei der Bewältigung von Herausforderungen durch Klimawandel und Bodenbelastungen im anspruchsvollem sozialen Kontext bietet, führt die preisgekrönte ökologische Revitalisierung der Westerwaldstraße in Köln-Deutz vor. Das mehr als zwei Kilometer lange Projektgebiet, das von WES LandschaftsArchitektur aus Hamburg geplant wurde, bietet nicht nur attraktive Flächen für Spiel und Sport, sondern auch barrierefreie Naherholungsangebote, Wege und Plätze zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders – und wesentlich verbesserte klimatische Bedingungen.

Die Planer haben das Gebiet entlang der Westerwaldstraße von Westen nach Osten in drei Bereiche unterteilt: Das quartiersnahe Grün der Kannebäckersiedlung, die zentrale Grünfläche rund um die Festwiese und die neuen Sport- und Spielflächen an der Lenzwiese. Die ökologische Bedeutung der Maßnahme ist enorm, denn die Neupflanzungen von mehr als 200 Bäumen, die Aufwertung der vorhandenen brachliegenden Rohbodenflächen, neu angelegte Streuobstwiesen sowie Nährweiden für Vögel und Insekten wirken Luft- und Lärmbelastungen entgegen und verbessern die Biodiversität und das Mikroklima vor Ort erheblich. Die Westerwaldstraße bildet die Hauptachse des neuen Grünzugs: Lineare Grünflächen werden hier mit platzartigen Aufweitungen verknüpft, um die Kannebäckersiedlung, die Festwiese und die Lenzwiese miteinander zu verbinden. In der Kannebäckersiedlung fördern die komplett barrierefreien Bereiche und der neue Quartiersplatz den Austausch der Bewohner:innen untereinander. Auf der Festwiese als zentrale Grünfläche stehen altersgemäße Aktivitäten für die neu geschaffene Kinderspielfläche und der Streetballplatz zur Verfügung. „An der Lenzwiese“ haben die Landschaftsarchitekten einen Bewegungsparcours, eine 50-m-Laufbahn, einen Hindernisparcours und einen Spielplatz geschaffen. Darüber hinaus entstand auf der Fläche des ehemaligen Tennenplatzes eine kreisrunde Arena mit einem Durchmesser von 100 m – mit umlaufender Finnbahn, Rasenfläche und Sitzmöbeln. Eine Vielzahl von Angeboten von der Parkbank vor der Haustür bis zur öffentlichen Arena bietet das acht Hektar große Grüngebiet und beweist einmal mehr, wie sehr eine anspruchsvolle Freiflächengestaltung das soziale Miteinander aufwerten kann.

www.wes-la.de

Fotos:

Guido Erbring
www.guidoerbring.com
WES LandschaftsArchitektur

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 04|22)

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