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Eine twin-win-Situation

Neubau eines Doppelhauses in Köln-Junkersdorf

Wie muss ein Haus aussehen, das von zwei Familien gemeinschaftlich bewohnt wird? Ein Haus,... mehr

Wie muss ein Haus aussehen, das von zwei Familien gemeinschaftlich bewohnt wird? Ein Haus, welches Miteinander ebenso ermöglicht wie Intimität?

Vor dieser Frage standen vier Architekturbüros, die im Herbst 2009 zu einem Architekturwettbewerb eingeladen waren; ausgelobt von zwei Familien: Zwillingsschwestern mit ihren Ehemännern und drei Kindern. Sie wünschten sich, als Großfamilie gemeinsam ein als Einheit erlebbares Haus zu bewohnen – sich aber auch in die eigene Privatsphäre zurückziehen zu können. Das konventionelle Nebeneinander von zwei in sich abgeschlossenen Wohneinheiten mit zuschaltbaren Gemeinschaftsflächen gehörte nicht zu den Zielvorstellungen.

Aus dem Verfahren gingen Hoersch & Hennrich Architekten aus Köln mit einer überzeugenden Lösung erfolgreich hervor: „Hochinteressiert nahmen wir die spannende Aufgabe an und entwickelten büroüblich, dreidimensional ein Architekturkonzept mit einer vertikalen Lebensraumschichtung sowie einer zentralen Erschließungsachse. Hierbei wurden die jeweiligen Familienlebensbereiche mit Wohnraum und Küche in den attraktivsten und zugleich räumlich entferntesten Lagen angeordnet – im Erdgeschoss mit Garten und Pool am Waldrand sowie im Staffelgeschoss mit Dachterrasse und Rundumblick in die Natur. Als oberstes Ziel galt es, gemeinsam belebbare Räume mit unterschiedlichstem Erlebnischarakter zu kreieren – diese bei Bedarf aber auch akustisch wirksam getrennt durch die jeweilige Familie nutzen zu können“, so Axel Hoersch, der projektleitende Architekt.

Das 1.582 m² große Grundstück befindet sich in beliebter Stadtrandlage in Köln-Junkersdorf, unmittelbar angrenzend an den Kölner Stadtwald. Ein Baufeld von 14 x 14 m Ausdehnung stand für das Wohnhaus zur Verfügung, welches seit dem Bezug im Herbst 2011 auf vier Ebenen 530 m² Nutzfläche bietet.

An den Eingangsbereich ist das offene Treppenhaus angeschlossen; es verbindet als zentrale Achse die verschiedenen Funktionsbereiche des Hauses. Im Erdgeschoss befinden sich die Küche und der großzügige Ess- und Wohnbereich mit engem Bezug zum Außen- und Gartenbereich.

Elternschlafzimmer und Bäder der einen Familie liegen im Staffelgeschoss, die der anderen Familie im Obergeschoss, wo sich auch die Schlaf- und Spielbereiche aller Kinder befinden. Die Kinder können ihre Bereiche familienübergreifend, aber auch getrennt voneinander nutzen. Das flexible Hinzuschalten und Abschotten von Flächen wird durch große, schalldämmend konstruierte Schiebeelemente ermöglicht, die elegant in den tragenden Wänden verschwinden. Im Untergeschoss befinden sich weitere, gemeinsam nutzbare Räume: ein Gästebereich, ein Kino und ein Wellnessbereich.

Viel Wert legten Bauherren und Architekten auf eine reduzierte Formensprache und dezenten Einsatz hochwertiger Materialien; die gut proportionierten und gegliederten Räume erfahren zudem über ein ausgeklügeltes Tageslicht- und Beleuchtungskonzept eine außergewöhnliche Inszenierung. Durch die intensive Zusammenarbeit von Bauherr, Architekt und Leuchtenhersteller Occhio sind Architektur, Inneneinrichtung und Lichtgestaltung perfekt aufeinander abgestimmt. Ziel war es, eine durchgängige Gestaltung zu schaffen, die neben dem Designanspruch ein hohes Maß an Lichtkomfort und eine warme Lichtatmosphäre bietet. Hier ermöglicht das modulare Leuchtensystem mit seinem „Smart Source“ Konzept die perfekte Lösung für jeden Anwendungsbereich. So wurden im Badezimmer dieselben Einbaustrahler in NV-Halogen eingesetzt wie ihre LED Pendants im Treppenhaus und in der Küche. 

Die Architekten berichten, dass die hohen Erwartungen der Bauherren übertroffen wurden und sie hoch begeistert sind von den Mehrwerten ihres so besonderen Doppelhauses. In diesem speziellen Fall nennt man das dann wohl eine twin-win-Situation.

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Robert Sprang
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