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Parkhausarchitektur

Hamburg – im Ansatz ein funktionaler Ästhet

Die Hansestadt Hamburg ist mit über 1,86 Millionen Einwohnern nicht nur die zweitgrößte Stadt in... mehr
Die Hansestadt Hamburg ist mit über 1,86 Millionen Einwohnern nicht nur die zweitgrößte Stadt in Deutschland, sondern auch ein beliebtes Ziel für Kurz- und Städtereisen. 86 Millionen Tagesbesucher und zwölf Millionen Übernachtungen wurden vor drei Jahren gezählt. Kein Wunder, dass dies die Straßen oftmals nicht bewältigen können. Für die kommenden Jahre (bis 2030) wird ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt, in der mittleren Projektion auf etwa 1,9 Millionen Einwohner. Parkplätze werden zunehmend rarer und die zusätzlichen Pendler erschweren die Suche noch, insbesondere auf den stark befahrenen Straßen am Hafen, an der Außenalster, am Gänsemarkt oder um den Hauptbahnhof herum. Da macht es auch die Tatsache nicht leichter, dass Hamburg, zusammen mit Köln, den höchsten Anteil überhaupt am Kfz-Verkehr ausweist. Eigens zu diesem Zweck hat die Stadt eine Abteilung innerhalb des Landesbetriebs Verkehr aufgebaut. Ziel sei, den Parkplatzsuchverkehr zu verringern, sagt LBV-Sprecher Uwe Thillmann: „Wer in den Bezirkszentren lange nach einem Parkplatz suchen muss, verpestet die Luft und sorgt für Stau“, führt Thillmann weiter aus.

Um diese und andere Erkenntnisse reicher ist der, der im letzten Jahr den Tag der Architektur besucht hat. Die Radtour „Parkhäuser – Oasen im Verkehr“ unternahm in der Innenstadt eine Zeitreise durch die Geschichte des ruhenden Verkehrs und beantwortete Fragen wie – Was haben Parkhäuser mit Pferdeställen zu tun? Warum treffen sich Film-Bösewichte immer im Parkhaus? Machen Parkhäuser Innenstädte besser? Kann ein Parkhaus schön sein, und wie funktioniert smartes Parken? Zugleich wurde am Beispiel des 104 Jahre alten Hotels Reichshof aufgeführt, dass damals schon die Fahrzeuge via Fahrstuhl in die Parkboxen transportiert wurden. Und man erfuhr, dass die Hansestadt auch ästhetische und gleichwohl funktionale Parkgebäude bauen kann wie etwa das Saturn-Parkhaus, das Parkhaus Rödingsmarkt, das P1 am Flughafen oder das Parkhaus in der Speicherstadt, dessen prädestinierte Lage seit 2015 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Nicht zu vergessen das Parkhaus in der Elbphilharmonie, mit seinem künstlerisch und detailverliebten Leitsystem sowie seiner imposanten Gebäudearchitektur. All diese Beispiele stehen in ästhetischer Hinsicht einem Parkhausbau von Frank O. Gehry in nichts nach. Lediglich der Mehrwert unterscheidet sich. Gehry entwarf passend zum angrenzenden Konzerthaus New World Symphony in Miami ein in seiner Funktion spektakuläres Gebäude. Die Fassade wird von LED-Strahlern in unterschiedliche Farben getaucht und dient zugleich als Projektionsfläche für Übertragungen. Zudem gilt der Bau als Veranstaltungsort mit Aufenthaltsgastronomie. Die transparente Außenhaut stammt im Übrigen von einem deutschen Unternehmen.
Zahlen & Fakten - PKW insgesamt: 761.655 (Stand 31.12.2016) - Einwohner Stadtgebiet:... mehr

Zahlen & Fakten


- PKW insgesamt:
761.655 (Stand 31.12.2016)

- Einwohner Stadtgebiet:
1.860.759 (Stand 31.12.2016)

- TG-/Parkhäuser mit Anbindung an das Verkehrsleitsystem:
ca. 53 mit rund 24.920 Stellplätzen

- Freie Parkfläche Innenstadt:
ca. 6.500 Stellplätze

- Anwohnerparkgebiete Innenstadt: 6

- Parkraummanagement:
seit 1993

- Parkleitsystem:
seit 1982-84 (in 3 Bauphasen)