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Mut wird belohnt

Zwei Bankdirektoren wagen an einem sehr ländlichen Standort viel Design

Die nordwestlich unweit von Hamburg gelegene Seestermüher Marsch ist eine der vier Elbmarschen... mehr

Die nordwestlich unweit von Hamburg gelegene Seestermüher Marsch ist eine der vier Elbmarschen im südlichen Schleswig-Holstein. Sie ist sehr ländlich geprägt, es gibt noch viele authentische Bauernhöfe und Katen, weite Bereiche sind Landschaftsschutzgebiet. Ganz unvermutet findet sich hier ein kleiner, aber feiner Designschatz, der zugleich ein mutiges Beispiel für eine zukunftsorientierte Arbeitswelt ist. Die Raiffeisenbank eG plante seit Sommer 2015 die Fusion der beiden Geschäftsstellen: Das Bankgebäude in der Seestermüher Dorfstraße sollte erweitert und die nur drei Kilometer entfernte Filiale in Seester auf einen reinen Servicebereich mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker reduziert werden.

Den Grundriss für das zu modernisierende Bankhaus entwickelten die Bankdirektoren gemeinsam mit den Mitarbeitern, es wurden Vorgespräche mit Planern geführt und die Rohbauarbeiten waren bereits gestartet, als das Büro Onnen Architekten im Sommer 2016 mit dem raumbildenden Ausbau begann. Sie entwickelten aus den Ideen und Vorstellungen ein gestalterisches Gesamtkonzept, das wieder für 30 Jahre Bestand haben soll und von einer reduzierten Farb-, Form- und Materialwelt geprägt ist. Naturbelassene Eiche, natürliche Farbtöne mit Grün als Akzentfarbe, Moose und regionale Motive an den Wänden greifen den Genius Loci des Standortes auf. Die Interpretation der Bank als neuer „Dorfplatz“ führte zum Einsatz von Lichtdecken und -feldern für eine tageslichtähnliche Helligkeit und einer klar ablesbaren Zonierung von Kundenhalle und Arbeitsbereichen durch unterschiedliche Bodenbeläge. Auch die Ausstattung mit modernen Designermöbeln und Objekten spiegelt die Neuaufstellung des Bankhauses wider. Die Lichtelemente und die Beschränkung der Farbe Grün auf dekorative Elemente ermöglichen Flexibilität hinsichtlich anderer Nutzungs-, Möblierungs- oder Farbwünsche in der Zukunft.

Die neue Kundenhalle mit sechs offenen Arbeitsplätzen bedeutete für die Mitarbeiter eine Herausforderung. Da Kundengespräche eine große Diskretion erfordern, waren die Anforderungen an die Akustik entsprechend hoch. Die Kombination einer aufwändigen Lahnau-Akustikdecke mit schallabsorbierenden Lichtelementen und Moospaneelen sowie speziellen Flächenvorhängen führte zu guten Ergebnissen.

Die gesamte Beleuchtung mit diversen Lichtszenarien wird über ein Tablet gesteuert. Eingebunden sind ebenfalls die dekorativen Porzellanleuchten der Künstlerin Cordula Kafka, die ein warmes atmosphärisches Licht erzeugen.

www.onnen-architekten.de

Innenarchitekten: Onnen Architekten Ingenieure www.onnen-architekten.de Ausführungs- und... mehr

Innenarchitekten:

Onnen Architekten Ingenieure
www.onnen-architekten.de

Ausführungs- und Tragwerksplanung, Bauleitung, SiGeKo:

Dipl.-Ing. Holger Quast
www.bauingenieur-sachverstaendiger.de

Bodenbelag:

Wohlmeier
www.wohlmeier-gmbh.de

Bodenbelag (Fliesen):

Marazzi   
www.marazzi.de

Bodenbelag (Teppich):

Interface   
www.interface.com

Trockenbau:

Fredeburgern Trockenbau
www.fredeburger-trockenbau.de

Glaswandsystem:

Strähle Raum-Systeme Borkheide
www.straehle.de

Tresen:

Weichsel 78
www.weichsel78.de

Möbel:

designfunktion, Gesellschaft für moderne Einrichtung Hamburg
www.designfunktion.de

Bene
www.bene.com

Lichtdecken:

Lichtobjekte estol
www.estol.de

Leuchten:

Cordula Kafka - Light & Porcelain
www.cordulakafka.de

Elektroarbeiten:

Elektro-Feldt
www.elektro-feldt.de

Fotos:

Hafencitystudios