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Hamburger Kulturgut

Feinfühliger Umbau als Zeichen der Wertschätzung

Die klassische „Kaffeemühle“ der 1920er-Jahre steht in der Tradition der Landhauskultur im... mehr

Die klassische „Kaffeemühle“ der 1920er-Jahre steht in der Tradition der Landhauskultur im Hamburger Westen. Als baulicher Ausdruck der neuen Sachlichkeit, mit kompaktem Grundriss und weißen Sprossenfenster in roter Backsteinfassade ist sie bis heute sehr hanseatisch: zurückhaltend, gradlinig und von hoher Qualität.

Dieses prächtige Exemplar aus dem Jahre 1925 wurde von der Architektin Alexandra Bub feinfühlig saniert und familiengerecht umgebaut. Die Bausubstanz und das sorgfältig ausgeführte Sichtmauerwerk waren von hoher Qualität, aber der Zuschnitt des Hauses und die kleinteiligen Innenräume entsprachen nicht den Ansprüchen der Bauherren. Sie wünschten sich helle, freundliche Innenräume mit einer großzügigen Lösung zum Kochen, Essen und Wohnen für die ganze Familie im Erdgeschoss, ein Musik- und Lesezimmer sowie getrennte private Bereiche für Kinder und Eltern in den Obergeschossen.

Um die Kaffeemühle in ihrer Anmutung zu erhalten, wurde die originale Fassade behutsam saniert und historische Merkmale harmonisch eingebunden. Die baulichen Eingriffe sind in ihrer Architektursprache bewusst minimalistisch gehalten und damit klar ihrer Zeit zuzuordnen. Angestrebt wurde kein harter Kontrast sondern ein selbstverständliches Zusammenspiel historischer und moderner Elemente. Deshalb wurden die feinen Profilstärken der symmetrisch angeordneten Fenster bei den neuen Fenstern übernommen. Die klassische Form des Daches der Kaffeemühlen blieb erhalten, aber statisch und konstruktiv so gestaltet, dass maximale Grundrissfreiheit im neu ausgebauten Dachgeschoss erreicht wurde. Die neuen Gauben wurden in dunklem Material ausgeführt. Trotz ihrer Größe werden sie weniger als additive Elemente sondern eher als Teil der Dachfläche wahrgenommen. Die sehr lebendige, mattrote Klinkerfassade spielt gestalterisch die Hauptrolle.

Im Inneren des Hauses wurden nahezu alle nichttragenden Wände entfernt, Licht durchflutet nun die offenen und fließenden Räume, durch die Sprossenfenster ergeben sich reizvolle Licht- und Schattenspiele. Die konsequente Beschränkung auf helle Eiche und weiße Oberflächen als Materialien für die Innenräume verstärkt den lichten und weitläufigen Eindruck. Alle Einbaumöbel sowie die Küchen- und Badeinrichtung wurden von den Architekten entworfen und im Detail ausgearbeitet. Ihre klaren Formen fügen sich harmonisch in das Wechselspiel von historischer Hülle und zeitgemäßer Nutzung des Hauses ein.

www.bub-architekten.de

Architekten: BUB Architekten www.bub-architekten.de Fotos: Alexandra Bub mehr

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Fotos:

Alexandra Bub