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Wellen beleben

Neugestaltung der Außenanlage eines Bürokomplexes

Eine solch große Geste zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich: Dreidimensionale... mehr
Eine solch große Geste zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich: Dreidimensionale Skulpturen, einer Welle gleich, bewegen sich raumgreifend und dynamisch zwischen den bis zu 50 m hohen Fassaden. Ihre silber-graue, matt-geschliffene Aluminium-Oberfläche vereint sich mit der ungewöhnlichen Lebendigkeit und den eindrucksvollen Ausmaßen der Formen. Drei der insgesamt sechs Teile der Skulptur lösen sich von der Erdoberfläche und begeben sich bogenförmig in unterschiedliche Höhen.

Die geschwungenen Fassaden des Gebäudekomplexes „die welle“ im Frankfurter Westend-Süd waren es auch, die schneider + schumacher Architekten den entscheidenden Impuls für die Grundidee zur Neugestaltung der Außenanlagen gaben. Weiterentwickelt und intensiviert ist daraus eine Skulptur entstanden, die die gesamte Länge des Freiraums zwischen den Hauptgebäuden durchfließt. Vom Opernplatz kommend schwingt sich die erste Welle – „diving arch“ – rund 7 m in die Höhe. Sie scheint abzutauchen und unterirdisch weiterzufließen, um sich ein Stück weiter in Form des „glorious arch“ knapp 18 m hoch aufzutürmen und in einer halbrunden Arena zu drehen. Kurz dahinter überschlägt sich die Welle wiederum rund 7 m hoch zur „joyful wave“. Und überdacht – ganz nebenbei – den Aufzug und die Treppe zur Tiefgarage. Mit „flowing wave 1 und 2“ scheint sie abzuebben und schließlich mit der „chill-out wave“ in ruhigere Gewässer zu gelangen.

Den Verlauf der Wellen begleiten Wasserläufe, Ruhezonen und fast doppelt so viele Grünflächen im Vergleich zur ursprünglichen Gestaltung. Als Untergrund bahnt sich ein hell pigmentierter Gussasphalt seinen Weg. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung ergeben sich an einigen Stellen Wasserbecken, die die Aluminiumwellen sichtlich eintauchen lassen. Auch die vier Sitzbänke fügen sich in die Wellenbewegung ein. Sie wurden von den Architekten neu entwickelt und sind aus einem geraden Stück Holz gefertigt, das sich durch spezielle Einkerbungen wellenförmig biegenlässt.

Ziel des neu gestalteten Areals ist es, einen neuen Anziehungspunkt zu schaffen, Aufenthaltsorte im Freien zu bieten und den Bürostandort in ein lebendiges Stadtquartier zu verwandeln – zwischen Arbeit und Ausgleich.

www.schneider-schumacher.de
Architekten: schneider+schumacher Planungsgesellschaft www.schneider-schumacher.de mehr

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