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Schnittpunkt & Begegnungsort

Der Mensa- und Verwaltungsneubau einer Mainzer IGS wertet das Schulangebot deutlich auf

Lernfortschritte von Kindern hängen auch von dem Umfeld ab, in dem sie sich bewegen. Aber nicht... mehr

Lernfortschritte von Kindern hängen auch von dem Umfeld ab, in dem sie sich bewegen. Aber nicht nur ein freundliches Schulgebäude ist wichtig für Lernerfolge, an einer Ganztagsschule spielen auch eine einladende Mensa oder Bibliotheksräume eine wichtige Rolle. Der Mensa- und Verwaltungsbau der IGS Auguste Cornelius in Mainz-Hechtsheim war der zweite von drei geplanten Bauabschnitten im Zuge der vollständigen Neugestaltung des Schulstandortes. Ein Grundschulneubau sowie der dritte Bauabschnitt der IGS befinden sich aktuell in der Ausführung bzw. Planung. Der neue Mensa- und Verwaltungsneubau bildet dabei einen Schnittpunkt und Begegnungsort zweier nach ihren Schulformen getrennter und in eigenen Schulgebäuden untergebrachter Schulen: Theodor-Heuss-Grundschule und IGS Auguste Cornelius. 

Heidacker Architekten haben in Arbeitsgemeinschaft mit Sinopoli Architekten den Neubau so geplant, dass der Schulhof eine neue offene und grüne Mitte bildet. Die klare und ruhige Formensprache des Gebäudes sorgt schon von außen für Übersichtlichkeit – innerhalb des Baus schaffen klare Wege und unterschiedliche, freundliche Farben eine gute Orientierung. Während die Architekten im Erdgeschoss eine maximale Offenheit erreicht haben, entstand im ersten Stock mit dem Lichthof für die Obergeschosse zusätzlich ein herrlicher Lesehof für die Schulbibliothek. Die im Erdgeschoss gelegene Mensa, die auch als Veranstaltungsraum genutzt werden kann, versorgt die Schüler:innen beider Schulen im Zweischichtbetrieb. Zwei unterschiedliche, den Schulen räumlich zugeordnete Zugänge, sorgen hier für die Trennung beider Speisesaalbereiche, die vom Schulbetreiber gewünscht war. Der zentrale Küchenbereich liegt dabei auf der vom Schulhof abgewandten Seite, so dass er unkompliziert und ohne den Schul- oder Pausenbetrieb zu stören, angefahren werden kann. Apropos Fortsetzung von Schul- und Pausenbetrieb: Der Neubau entstand im laufenden Betrieb. Die Architekten gewährleisteten daher auch eine sichere Nutzung des Schulhofs während der Bauphase und trennten durch eine akkurate Planung sämtlicher Bauabläufe den Baustellen- und Schülerverkehr. Über die erfolgreiche Planung und Umsetzung freute sich unter anderem der frühere Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling: „Der Neubau ist ein Riesengewinn sowohl für die Theodor-Heuss-Grundschule als auch für die IGS Auguste Cornelius. Beide Schulen werden die Mensa gemeinsam nutzen, und ich bin sicher, sie wird zu einem echten Begegnungsort werden.“

www.sinopoli-architekten.de

www.heidacker.de

Fotos:

Silv Malkmus

(Erschienen in CUBE Frankfurt 03|23)