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Neubau Stiftung Waisenhaus

Erstes Bürogebäude im zertifizierten Passivhaus-Standard in Frankfurt am Main

Die Stiftung Waisenhaus engagiert sich seit ihrer Gründung 1679 für benachteiligte Kinder und... mehr
Die Stiftung Waisenhaus engagiert sich seit ihrer Gründung 1679 für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Frankfurt am Main. Konfrontiert mit den wachsenden Aufgaben in der Verwaltung und dem Wunsch nach unterschiedlichen Betreuungsangeboten in der Kinder- und Jugendpflege, realisierte die Stiftung einen siebengeschossigen Neubau. Der Entwurf stammt von B & V Braun Canton Volleth Architekten.

Das Baugrundstück schließt eine Lücke in der Innenstadt. Während der Bauarbeiten wurden Reste der historischen Stadtmauer aus dem Jahr 1628 und Kasematten im Baugrund gefunden und freigelegt. Der Neubau überspannt diese nun brückenartig, Interessierte können das Bodendenkmal besichtigen.

Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich öffentliche Räume wie Cafeteria und ein Vortragssaal, in den oberen Etagen sind die Büros der Verwaltungsbereiche sowie Räume für ambulante Förderung und Hausaufgabenbetreuung untergebracht. Die Bürowände sind flexibel auf einen Hohlraumboden aufgestellt, in die Flurtrennwände sind zur natürlichen Belichtung Oberlichter eingebaut. Im Untergeschoss befinden sich die Tiefgarage mit 33 Stellplätzen und Technikräume.

Um den architektonischen Anspruch, die Dauerhaftigkeit der Fassade zur stark befahrenen Bleichstraße hin umzusetzen und die Passivhauskriterien zu gewährleisten, fiel die Entscheidung auf eine massiv gemauerte Natursteinfassade aus Muschelkalk. Sie ist typisch für viele historische Gebäude. Der bauphysikalische Grund für diese Konstruktion lag darin begründet, Wärmebrücken auf ein Minimum zu reduzieren

Die Straßenansicht des Gebäudes ist kleinparzellig gestaltet. Eine Vorgabe seitens der Stadtplanung, umgesetzt durch unterschiedliche Steinoberflächen. In Augenhöhe von Kindern ist neben dem Haupteingang ein Handschmeichler mit dem Logo der Stiftung in einen Fassadenstein eingearbeitet. Die Fassade als Ganzes spiegelt die Synthese aus steinmetztechnischer Tradition und dem High-Tech-Wärmeschutz der Gegenwart wider. Sie ist auch als Harmonisierung der hohen technischen Anforderungen des Passivhausbaus mit dem Ästhetischen zu betrachten. Die hochwertige Gestaltung setzt sich im Innern des Gebäudes fort: Der Bodenbelag im Foyer und in den Treppenhäusern besteht ebenfalls aus Muschelkalk Naturstein. In den Toilettenbereichen im Erdgeschoss befinden sich Waschtische aus dem gleichen Material.

www.bv-architekten.de


Naturstein aus Muschelkalk
Ein straßenseitiger Fassadenanschnitt besteht aus einer bruchrauhen Oberfläche aus calcitgelbem Crailsheimer Muschelkalk, unterbrochen von den geschliffenen Oberflächen der Fensterbereiche, beim anderen kam der Naturstein geschliffen und scharriert zur Ausführung.
www.natursteinverband.de
Architekten Braun Canton Volleth Architekten   www.bv-architekten.de Fotos Thomas... mehr

Architekten

Braun Canton Volleth Architekten  
www.bv-architekten.de

Fotos

Thomas Ott
www.o2t.de