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Eine Praxis zum Wohlfühlen

Helle Farben und Lichtspiele sorgen für eine angenehme Atmosphäre

In einem Bürogebäude aus dem Jahr 2003 konnte die 380 m2 große Fläche im Erdgeschoss lange nicht... mehr
In einem Bürogebäude aus dem Jahr 2003 konnte die 380 m2 große Fläche im Erdgeschoss lange nicht vermietet worden. Mögliche Gründe hierfür lagen zum einen in der Gebäudetiefe von 25 Metern und zum anderen in der Tatsache, dass nur wenige Fenster für Tageslicht sorgen.

So stellte sich die Frage, ob die Fläche für eine Zahnarztpraxis geeignet ist, und ob man auch alle Räume, die Tageslicht benötigen, unterbringen kann. Mit kleinen Einschränkungen ist es gelungen, die gewünschte Anzahl an Be­handlungszimmern mit entsprechenden Neben­räumen in die Fläche zu planen. Die gestal­terische Grundidee war hierbei ein Flur, der sich vom Empfang durch die Fläche mäandert. Ein Decken­­segel im vorderen Flurbereich, welches unter anderem zur Aufnahme von Beleuchtungs- und Schallschutzelementen dient, unterstreicht die Linienführung.

Im Behandlungsbereich trifft man auf einen freistehenden Röntgenkubus, der durch seinen unterleuchteten Sockel einen schwebenden Charakter erhält. Die Decke im Bereich des Röntgen­kubus ist nochmal zwanzig Zentimeter höher angelegt und unterstreicht mit einer farbveränderbaren LED-Kontur die Position des Röntgenraums als Mittelpunkt des Behandlungsbereichs. Neben dem gestalterischen Aspekt dient der nach oben offene Röntgenraum auch dem Wohlbefinden des Patienten, da diese Maßnahme vor allem Menschen mit Klaustrophobie entgegenkommt.

Hinter der Flurwand, die vom Empfang bis zum Behandlungsbereich führt, ist ein schmaler Gang für das Personal angelegt. Hier befindet sich auch der Nebeneingang, durch den das Personal und die Ärzte die Praxis betreten und verlassen können, ohne die wartenden Patienten zu stören. Darüber hinaus dient die Flurwand auch dazu, die Vielzahl von Türen zu den Nebenräumen zu verdecken.

Auf diese Weise wird die Orientierung für den Patienten erleichtert, da fast alle Türen, die in seinem Sichtbereich liegen, auch von ihm benutzt werden dürfen. Aus der langen Wand vor dem Patientenflur sind acht Bumerang-förmige Ausnehmungen aus der GK-Wand ausgearbeitet und verglast worden. Der schmale Personalflur ist mit farbveränderbarem Licht ausgestattet, wodurch sich diese Glasfelder in beliebiger Farbe über das gesamte RGB-Spektrum darstellen lassen, und den gesamten fensterlosen Bereich in unterschiedliche Lichtstimmungen tauchen.

Um diese Farbwirkung voll zur Geltung zu bringen, ist die Praxis vornehmlich in Weiß gehalten. Einziger Gegenpol bildet die Nussbaumvertäfelung im Wartebereich. Diese Vertäfelung aus gespaltenen Nussbaumbohlen erzielt neben der optischen Wirkung auch eine ästhetische und drückt so dem gesamten Wartebereich ihren Stempel auf.

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Ralf Baumgarten
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