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Baumhaus purissimo

Villa schenkt ein ruhiges Lebensgefühl im grünen Naturraum

Baumhaus purissimo
Lageplan
Baumhaus purissimo
Grundriss Dachgeschoss
Baumhaus purissimo
Grundriss Erdgeschoss
Baumhaus purissimo
Grundriss Obergeschoss
Baumhaus purissimo
Grundriss Untergeschoss
Der Ort, an dem Architektin Anna Philipp für eine Familie eine Villa plante, ist zwar sehr... mehr

Der Ort, an dem Architektin Anna Philipp für eine Familie eine Villa plante, ist zwar sehr reizvoll – sorgte aber auch für planerische Herausforderungen. Im Süden grenzt nämlich ein Gewerbebetrieb an das Grundstück, das zudem auf zwei Seiten von Straßen umlaufen wird. Daher platzierte die Architektin das Gebäude wie auf einem grünen Hügel am höchsten Punkt im Gelände und verlegte die Lebensräume vom Erd- bzw. Gartengeschoss in die erste obere Etage. Auf diese Weise wurden die Wohnbereiche dem lebhaften Treiben der Umgebung enthoben. So spannt sich im Obergeschoss der über 20 Meter tiefe, ruhige und loftartig anmutende Wohnraum auf. 

Durch die rahmenlose und raumhohe Verglasung auf der Rückseite fällt der Blick in die Baumwipfel und weiter bis zu einer Burg auf der anderen Seite eines Tales. Als zentrales und verbindendes Element zieht sich ein über 15 Meter langes Sitzfenster vis à vis der Baumwipfel durch den loftartigen Raum. Ebenso wie der lange Esstisch, die Küche einschließlich der angrenzenden Backup-Küche, die Bibliothekswand, die Hausbar, die gesamte Ankleide und viele weitere Einrichtungsdetails wurde es von Anna Philipp speziell für dieses Haus entworfen und gestaltet. Das Lebensgefühl im Zentrum der Villa entspricht dem eines modernen Baumhauses – auch wenn die Größenverhältnisse natürlich um einiges großzügiger sind. Von Alltag und Umgebung entrückt, bewegen sich die Bewohner:innen des Hauses in einem grünen Naturraum. Zur Straße hin schottet sich die Villa mit zwei geschlossenen und zueinander versetzten weißen Wandscheiben ab, in deren Fuge sich seitlich geschützt der Hauseingang befindet. Beim Betreten des Foyers weitet sich der Blick in den südlich angrenzenden Atriumgarten. Hier entstand, durch die geschickte Positionierung des Baukörpers zur Rückseite der angrenzenden Industriehalle hin und durch zwei schlichte Sichtbetonwände, ein Refugium für die Bewohner:innen. Der Pool, die grüne Wiese, ein markanter Hausbaum und ein großzügiges Terrassendeck aus Holz bilden die Charakteristika dieses nicht einsehbaren Gartenatriums. Aus dem Foyer führt eine großzügige Treppe oder der zentrale Aufzug in die Wohngeschosse bzw. die Garagen- und die Technikebene. Im Gartengeschoss befinden sich außerdem zwei Gästezimmer für die beiden erwachsenen Kinder der Familie und eine Art „Black-Box“, die als Bandprobenraum bzw. Musikzimmer dient. Dort trifft sich die äußerst musikalische Familie immer wieder für gemeinsame Jam-Sessions oder um mit Karaoke die eine oder andere Party gesellig ausklingen zu lassen. Das Thema Musik zieht sich durch das gesamte Wohnhaus. Im Obergeschoss sind es der Flügel und das Cello, die zentral an der Schnittstelle von Wohnen und Essen ihren Platz fanden. Über die Treppe zur Skylounge auf dem Dach strömt Tageslicht in das Zentrum der Lebensräume. Weiß dominiert hier als Farbe in Kombination mit einem Fußboden in Sichtbetonoptik. 

www.philipparchitekten.de

Fotos: 

José Campos 
www.josecamposphotographer.com

(Erschienen in CUBE Frankfurt 02|23)

 

 

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