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Was uns trägt

Ein neues Laborgebäude für das Helmholtz-Zentrum zur Erforschung der tiefen Erdschichten

Auf dem Telegrafenberg, südöstlich von Potsdam, erstreckt sich der Landschafts- und... mehr

Auf dem Telegrafenberg, südöstlich von Potsdam, erstreckt sich der Landschafts- und Wissenschaftspark Albert Einstein. Die Anlage ergänzt seit 2021 ein neues Laborgebäude mit Serverraum für das GeoForschungszentrums am Helmholtz-Zentrum Potsdam, das der Erforschung der tiefen Erdschichten dient.

Der neue Bau bietet 50 Forscher:innen zusätzliche Speziallabore und Forschungsräume an, die notwendig geworden waren. Den Wettbewerb konnte das Architekturbüro Heinlewischer für sich entscheiden. Der Neubau schließt sich nördlich an sechs in einer Reihe stehende Bestandsgebäude des Helmholtz-Zentrums an. Das Raumprogramm für diese Laborgebäude stellte die Architekt:innen vor Herausforderungen. Schließlich wurde auf zwei unter- und drei oberirdischen Geschossen der Rahmen für Forschungsräume, Büros und Aufenthaltsflächen auf 2.300 m² Nutzfläche geschaffen: Das neue kompakte Haus ist ein Technikum. Die Gebäudehöhe orientiert sich am fünfgeschossigen Bestand. Der Zugang zur ersten Laboretage erfolgt über einen Steg. Die drei oberen Etagen dienen den Büros und Laboren sowie einem Seminarraum. Ein Technikgeschoss schließt das Gebäude nach oben hin ab und bietet Raum für eine Dachterrasse. Im Untergeschoss liegt der große Serverraum. Die Nutzung des zweiten Untergeschosses ist ebenfalls technisch dominiert, zudem befindet sich hier die Lüftungs- und Kältezentrale. Die Stahlbetonstruktur wird von einer Metallfassade ummantelt und gleicht einem gefüllten Regal, in dem die Geschossdecken die Regalböden darstellen. Dabei orientiert sich die Fassadengestaltung an den Funktionen. Diese sind durch das Material ablesbar: So sind die Büros verglast und die Nebenräume durch optisch geschosshohe Keramikfliesen geschlossen. An der Westseite liegen Labore. Dort öffnet sich die Fassade maximal, um möglichst viel Tageslicht in die tiefen Räume zu lassen. Die Büros und Gemeinschaftsräume organisieren sich in U-Form um einen geschlossenen Laborkern. In jedem Geschoss dient eine offene Teeküche als Treffpunkt, so wie die Terasse auf dem Dach ebenfalls.

Das GeoBioLab erfüllt den BNB-Silberstandard und bietet ein technisch hochkomplexes und ausgeklügeltes System. Die Kombination aus Laboren und Serverraum ermöglicht neben dem praktischen auch einen energetischen Gewinn. So wird heute durch die Rückkopplung der enormen Abwärme aus dem Rechenzentrum nicht nur der Wärmebedarf für Heizung und Lüftung des Neubaus gedeckt, sondern darüber hinaus noch ein weiteres Bestandsgebäude des GeoForschungszentrums mit Wärme versorgt.

www.heinlewischer.de

Fotos:

Brigida González
www.brigidagonzalez.de

(Erschienen in CUBE Berlin 04|23) 

Architektur: heinlewischer Architekten www.heinlewischer.de Außenanlagen:... mehr
Architektur:

heinlewischer Architekten
www.heinlewischer.de

Außenanlagen:

Landschaftsarchitektur Bos
www.architekturbos.com

Fassade:

PCP Metallbau
www.pcp-metallbau.de

Stahlbau:

Profil Stahl- und Metallbau
www.profil-stahlbau.de

Zugangsbrücke:

Kusser
www.kusser.com

Dachdeckerei:

Roland Flachdachbau
www.roland-flachdachbau.d

Schlosserei:

ER+TE
www.er-te-zerbst.de

Stahl- und Rohrrahmentüren:

Niebuhr Stahlglastechnik
www.stahlglastechnik.de

Malerarbeiten:

Temps
www.temps.de

Tischlerei:

Graichen
www.graichen-gmbh.eu

Sanitär:

Inotec 
www.inotec-energie.de

Heizung:

Pleitz
www.pleitz.com

Klimakälte:

BIKK
www.bikkg.de

Aufzüge:

FB-Aufzüge
www.fbaufzuege.de