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Voll im Trend: das grüne Bett

Worauf man natürlich, gesund und nachhaltig gut 30 Prozent seines Lebens (ver)schläft

Eigentlich vollkommen nachvollziehbar: Je natürlicher das Bett, umso gesünder der Schlaf. Doch... mehr
Eigentlich vollkommen nachvollziehbar: Je natürlicher das Bett, umso gesünder der Schlaf. Doch ist es wirklich so einfach? Im ohnehin schon schwer durchschaubaren Matratzenmarkt versuchen immer mehr „grüne“ Konzepte, den naturaffinen Käufer zu gewinnen. Grundsätzlich ist es schwierig, sich ein richtiges Bild von allen gängigen Schlafprodukten zu verschaffen, da die Werbung und auch die meisten Produktausstellungen mit nichtssagender Technikbeschreibung punkten möchten und aussagefähige Label eher selten zum Einsatz kommen. Im textilen Bereich gibt es weit mehr als 100 verschiedene Naturlabel. Wer kann hier schon den Überblick behalten? Vermeintliche Ökolabel wie das Öko-Tex 100 sagen nichts über eine soziale und nachhaltige Produktion aus, sondern nur, ob bestimmte Schadstoffgrenzen eingehalten werden. Das ist natürlich besser als gar kein Schadstofflabel, doch ist diese Lösung für den langfristig denkenden Kunden sicher nicht ausreichend. Hier ist schon eher der „Cradle to Cradle“-Ansatz (C2C) zielführend. Erste Hersteller von Schlafsystemen haben das Prinzip des geschlossenen Materialkreislaufs in Produkte umgesetzt, deren Materialen nach der Nutzung eben nicht einfach verbrannt werden oder in minderwertigen Produkten zum Einsatz kommen. Vorbildlich ist hier beispielsweise die Firma Auping aus Holland oder der deutsche Hersteller RöWa, der in diesem Jahr die erste C2C-zertifizierte Matratze vorgestellt hat.

Was kann man nun konkret tun, wenn man mehr über das jeweilige Wunschprodukt erfahren möchte? Grundsätzlich sind seriöse Label mit einer Zertifizierung verbunden, die auch dokumentiert ist und auf Wunsch vom Hersteller zur Verfügung gestellt wird. Daher erkundigt sich am besten jeder Käufer beim Händler seiner Wahl nach verfügbaren Zertifikaten, welche die Herkunft der Materialien, die Fertigungsmethoden und die Nachhaltigkeit des gesamten Produkts dokumentieren. Hersteller, denen das Thema „natürlicher Schlaf“ und Nachhaltigkeit am Herzen liegen, geben die wichtigsten Informationen bereits auf ihren Internetseiten oder im Beratungsgespräch. Hier sind viele kleinere Hersteller oft aussagefähiger als große, da sie in ihrem Sortiment „leben“ und es bis ins Detail kennen. Am besten also: Einfach ausprobieren und anschließend mit einem guten Gefühl die persönliche natürliche Wohlfühlinsel erwerben.

www.gaupp-consult.de
Ulrich Gaupp Konzepte und Coaching für gesunden Schlaf. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt und... mehr

Ulrich Gaupp

Konzepte und Coaching für gesunden Schlaf. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt und vermarktet Gaupp für führende Firmen wie Schlaraffia, Hülsta und Hukla innovative Schlafsysteme. Aktuell ist er als Unternehmensberater in Bochum tätig.