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Offen für die Zukunft

Mit dem B-Part Am Gleisdreieck hat ein Experimentierlabor für ein Stadtquartier der Zukunft eröffnet

Auf dem brachliegenden Areal im nördlichen Park am Gleisdreieck hat sich mit dem B-Part Am... mehr

Auf dem brachliegenden Areal im nördlichen Park am Gleisdreieck hat sich mit dem B-Part Am Gleisdreieck neben dem bereits 2016 eröffneten BRLO Brwhouse eine weitere temporäre Nutzung angesiedelt. Unter der Führung des Immobilienentwicklers und Investors Copro soll auf dem Baugrundstück im Zentrum Berlins nach den Plänen von Ortner & Ortner Baukunst ein komplett neues Stadtquartier entstehen. Insgesamt sind sieben Gebäude mit Höhen zwischen 25 m und 90 m sowie ein Bahnhof mit Viadukten geplant. Die Fertigstellung des Projekts „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ ist voraussichtlich 2025/2026 geplant.

Bereits das Brauhaus war mit seinen gestapelten Überseecontainern ein spannendes, viel beachtetes Architekturprojekt, realisiert von Graft Architekten. Auch beim fast komplett aus Holz gefertigten B-Part Am Gleisdreieck ist der Anspruch an die Architektur hoch. Für deren Planung waren Scharabi Architekten verantwortlich, die bereits am Teutoburger Platz in Mitte Berlins ersten Mehrgeschossbau in einer Hybridholzbauweise errichtet haben. Die Holzkonstruktion – bestehend aus Holzrahmen im Bereich Decke und Außenwand, Brettsperrholzdecken und -dach sowie einer Fassade in Holztafelbauweise – lässt sich in kurzer Bauzeit errichten und auch wieder zerlegen. Die äußere Schalung aus Holzlatten sorgt für eine lebendige Wirkung des zweifach geknickten Baukörpers. Im Vorübergehen oder -fahren scheint sich die Fassade kaleidoskopisch zu ändern. Für den Außenbereich ist noch ein öffentlich zugänglicher Sportparcours in Planung.

Für die Innenarchitektur des Zukunftlabors war Janusch Munkwitz von Supersupply Limited verantwortlich. Die sichtbaren Holzdecken und die mit Seekieferplatten bekleideten Wände schaffen im Inneren des Gebäudes eine naturnahe Atmosphäre und ein angenehmes Raumklima. Entstanden sind auf 1.000 m² ein öffentliches Café mit Terrasse, Flächen für Kunstausstellungen sowie Multifunktionsräume. Das Herzstück ist die Coworking Fläche, wo ein modernes New Work Konzept umgesetzt wurde, das ohne Einzel­tische oder abgeschlossene Büroräume auskommt. In einem Open Space finden die Nutzer Angebote für unterschiedliche Arbeitssituationen. Sie können sich in eine Fokusbox zurückziehen zum vertraulichen Gespräch oder Telefonieren. Auf einer Treppe können die Coworker am Laptop arbeiten und dabei alternative Sitzpositionen einnehmen oder dort auch ungezwungen miteinander kommunizieren. Große Workbenches lassen gemeinschaftliches Arbeiten und Teammeetings zu. Das B-Part Am Gleisdreieck ist nicht einfach ein Büro oder eine Gewerbefläche. Die Planung gibt keine statischen Strukturen vor, sondern schafft Möglichkeitsräume für Interaktion und Kommunikation. Neben der „Hardware“, den 100 Plätzen für flexibles, gesundes und inspirierendes Arbeiten, bildet das integrierte „Urban Ideation Lab“ die „Software“ des B-Part Am Gleisdreieck. Hier werden alle sechs Monate sechs kostenfreie Arbeitsplätze für ausgewählte Startups, Entrepreneure und Interessierte vergeben. Das Projekt zeigt auch im kleinen Maßstab, wie die geplante „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ einmal werden soll: Ein Ort für Menschen und Unternehmen, die sich verändern, weiterentwickeln und verwirklichen wollen.

www.bpart.berlin
www.scharabi.de

Fotos:

HGEsch/B-Part am Gleisdreieck
www.hgesch.de


(Erschienen in CUBE Berlin 03|19)

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