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Fortschritt durch Technik

Plusenergiehaus in Steglitz verbindet zeitgenössische Gestaltung mit moderner Bau- und Energietechnik

Der Bauherr des vom Architekturbüro Deimel Oelschläger geplanten Plusenergiehauses war ein Arzt... mehr

Der Bauherr des vom Architekturbüro Deimel Oelschläger geplanten Plusenergiehauses war ein Arzt aus Regensburg. Er wünschte sich für seine fünfköpfige Familie nicht nur genügend Platz und einen modernen Wohnstandard. Aufgrund persönlicher Verbindung zur sehr aktiven Solarenergieszene in Süddeutschland wollte er auch ein energieautarkes Haus bauen.  

Das Gebäude ist in Hanglage auf einem ehemaligen Bahngelände am Tuttlinger Weg in Steglitz errichtet. Auf einer Wohnfläche von 280 m² und über drei Geschosse verteilen sich die Wohnräume, Küche, Schlaf- und Kinderzimmer sowie die Bäder. Die Ehefrau des Bauherrn arbeitet als Pianistin und kommt aus Finnland. Deshalb gibt es im Erdgeschoss ein eigenes Musikzimmer, welches sich auch als Studio ausbauen lässt. Im Obergeschoss ist eine Sauna installiert, die die Familie in skandinavischer Tradition fast wie ein Badezimmer nutzt. Gestalterisch ließen die Bauherren den Architekten viel Spielraum. Der Vorschlag ein Holzhaus zu bauen gefiel sofort. Entstanden ist kein reines Holzhaus, sondern ein Hybrid. Der Erschließungskern sowie die Kellerdecke sind in Beton gegossen. Die in Tafelbauweise errichteten Außenwände sind ebenso wie alle Geschossdecken komplett aus Holz gefertigt. Die Familie erzeugt mit der 13 kWp Photovoltaikanlage auf dem Dach ihren Strom selber. Der Überschussstrom geht nicht ins Netz, sondern wird per Batterie gespeichert. So sind die Bewohner auch bei fehlendem Sonnenschein mit Strom versorgt und können in Zukunft sogar ein Elektroauto betanken. Die zur Stromerzeugung notwendigen Solarpanels bedecken randlos vollständig das Dach. Die Anlage ist sehr effizient und liefert auch im Winter Ertrag. Gestalterisch fügt sich die Technik elegant in die moderne Kubatur des Gebäudes ein.

Das Haus wird beheizt von einer Wärmepumpe mit Erdsonde. Die Innenräume erhalten die Wärme über die Lüftungsanlage und brauchen deshalb keine zusätzlichen Heizflächen. Zwei an das Treppenhaus angrenzende Zimmer statten die Architekten mit der zukunftsweisenden Technik der thermischen Bauteilaktivierung aus. Dabei werden in den Beton des Erschließungskerns Heizschlangen integriert, die im Winter heizen und im Sommer kühlen. Die Architekten planten zur Wärmeversorgung des Hauses zunächst verschiedene Systeme zur Speicherung der Solarenergie, zum Beispiel einen innovativen Eisspeicher. Der Kostenaufwand wäre sehr hoch gewesen. Deshalb fiel die Entscheidung am Ende auf die Kombination von Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpe. Damit erreicht das Haus seinen Plusenergiestatus und einen messbaren Autarkiegrad von 50 Prozent.

www.deo-berlin.de

Architekten: Deimel Oelschläger Architekten www.deo-berlin.de Statik: Ingenieurbüro... mehr

Architekten:

Deimel Oelschläger Architekten
www.deo-berlin.de

Statik:

Ingenieurbüro Rüdiger Jockwer
www.jockwer-gmbh.de

Energiekonzept:

Mutz Ingenieurgesellschaft
www.mutz.de

Zimmerer- und Holzbauarbeiten:

Opitz-Holzbau
www.opitz-holzbau.de

Lüftung, Wärmepumpe:

Lufttechnik Schmeisser
www.lufttechnik-schmeisser.de

Fenster:

Anton Schöb Fenster- und Treppenbau
www.schoeb.de

Elektroarbeiten:

Elektroanlagen M. Pschorn
www.eamp.de

Fassade Vollwärmeschutz:

Malermeister Harman
www.malermeister-harman.de

Dachdecker:

Dachbaubetrieb Möbus
www.dachbaubetrieb-moebus.de

PV-Anlage:

Dosol
www.dosol.de

Schlosser:

Michael Weber Metallbau
Telefon: 033234-6 02 10

Fotos:

Andrea Kroth
www.andreakroth.de