Pure Materialität und Reduktion

Die Lange Halle des Kontrastwerkes in Ehrenfeld wurde in Loftbüros transformiert

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Das Kontrastwerk in Ehrenfeld wurde lange von der Deutschen Bahn genutzt. Seit einigen Jahren wird es durch Investitionen in die Infrastruktur und in Sanierungen sowie ergänzende Neubauten zu einem vielseitigen Arbeitsort aufgewertet. In einem sukzessiven Prozess entstehen neue flexibel nutzbare Büroflächen, attraktive Präsentationsbereiche und große Produktionsräume. Das Projekt LH 0418, das von raumwerk.architekten entworfen wurde, beschreibt den Umbau der sogenannten „Langen Halle“ zu verschiedenen Loftbüros, die in ihren räumlichen Qualitäten differenziert sind.

Die ehemalige Lagerhalle wurde schrittweise für Aurelis Asset umgebaut. Das Gebäude mit 23 Achsen wurde dabei in mehreren Bauabschnitten für die unterschiedlichen Nutzer transformiert. Ziel der Umgestaltung war, einen deutlich verdichteteren und auch öffentlicheren Ort zu schaffen, der seine Geschichte nicht versteckt, sondern bewusst in die neue Entwicklung einbezieht. Die Typologien der Bestandsgebäude werden durch die Umbauten gestärkt und sichtbar gemacht. Einheitliche Leit- und Grünelemente fügen im Außenraum die Gebäude unter einem gemeinsamen Thema zusammen. So wird eine sanfte und nachhaltige Transformation des Kontrastwerkes verfolgt, die bei laufender Nutzung schrittweise umgesetzt wird. Durch die Planung im direkten Dialog mit den Nutzern entstehen neue innovative Raumtypologien.

Ausgehend von der Baustruktur erfolgte der Umbau der „Langen Halle“ in drei räumliche Einheiten. Die Bausubstanz blieb dabei weitgehend erhalten, wobei die Fassaden durch eine energetisch hochwertige Pfosten-Riegel-Konstruktion ersetzt wurden. Neu geschaffene Oberlichter in den Dächern sorgen ungeachtet der großen Raumtiefe für einen hohen Tageslichteintrag. Trotz der Gleichförmigkeit der vorgefundenen Baustruktur erhält jede der drei Einheiten spezifische Räume mit einer jeweils spezifischen Identität und Qualität. So entstehen Büros mit hohen Lufträumen, eine kommunikative Sitztreppe aus Holz, ein zweigeschossiger Besprechungsraum – oder aber es wird ein langer Überseecontainer als Raum-im-Raum in die Struktur integriert. Durchweg werden dabei auch die vorgefundenen Betonunterzüge in die großzügigen, lichten Büros mit integriert. Die reduzierte Gestaltung folgt dem Ansatz, Materialien möglichst pur und unverkleidet einzusetzen und gestalterische Brüche zwischen Bestand und Neubau nicht zu verbergen.

www.raumwerkarchitekten.de

Fotos:
Thomas Schäkel
www.schaekel.de
Jens Willebrand
www.willebrand.com

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|21)

Architekten:

raumwerk.architekten
www.raumwerkarchitekten.de

Metallbau:

Metallbau Fröbel
www.metall-froebel.de
Meckel
www.meckel-metallbau.de

Möblierung:

raumwerk.statt
www.raumwerkarchitekten.de

Außenanlagen:

K. Steup
www.steupgmbh.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Marc Schmitz
www.marcschmitz.de

Holzbauarbeiten:

Haveloh
www.haveloh.de

Dachdeckerarbeiten:

Husmann-Schiffer
www.hs-dach.de

Trockenbau:

Udo Röbkes Bauunternehmung
www.roebkes-bau.de

Betonfertigteile:

Wilfried Thever
www.theves-werkstein.de

Statik:

bauwerk
www.bau-werk.koeln

Elektro:

Roman Kurzynski Elektroanlagen
Telefon: 02233 922284

Rohbau:

Kiklasch Bauunternehmen
www.kiklasch.de

HSL-Planung:

SMP
www.smp-koeln.de

Brandschutz:

Prüf Kollegium Bau
www.pruefkollegiumbau.de

Wärmeschutz:

energiebüro vom Stein
www.energiebuero-vomstein.de

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