Konsequent Erweitert

Der Verwaltungssitz einer Projektentwicklungs- und Baugesellschaft wurde harmonisch ergänzt

Bereits 2003 wurden die Kölner Grützner Architekten mit dem Bau eines Bürogebäudes für die Brings Gruppe in einem Gewerbegebiet östlich von Bornheim beauftragt. Die Projektentwicklungs- und Baugesellschaft wünschte sich einen Unternehmenssitz, der die offene Haltung zu moderner nachhaltiger Bauweise in der Architektur zum Ausdruck bringt. Entsprechend wurde für den Bau eine innovative Hybridbauweise gewählt: Das Grundgerüst bilden Stahlbetondecken, die auf Stahlstützen gelagert sind und durch einen massiven Treppenhauskern ausgesteift werden. Die seitlichen Wandscheiben werden dazu in Holzständerbauweise mit Dämmkernen aus Zellulose errichtet, mit einer Außenisolierung aus Hartfaserplatten und einem weißen Scheibenputz als Wetterschutz.

Die raumhohen Fensterfronten sind in einer Pfosten-Riegel-Holzkonstruktion mit eloxierten Aluminium-Deckprofilen ausgeführt. Für den Sonnenschutz kommt nach Südwest eine vorgesetzte Sonnenschutzkonstruktion aus Stahl mit auf Lücke aufgesetzten Holzschalungen zum Einsatz, die der Fassade zugleich einen individuellen Ausdruck verleihen.  Das insgesamt dreigeschossige Bürogebäude wurde dabei bereits auf spätere Möglichkeiten der Gebäudeerweiterung ausgerichtet und vorbereitet: Eingangsbereich und Aufzug liegen an einer zentralen Stelle, so dass eine spätere Erweiterung in eigener Nutzung, wahlweise aber auch mit getrennten Einheiten erfolgen kann. Fünfzehn Jahre später bekommen Grützner Architekten die Gelegenheit, das Bürogebäude durch einen zweiten Bauabschnitt zu erweitern: Ein niedrigerer zweigeschossiger Kubus wird dem Baukörper angegliedert, wobei die beide Teile verbindende Erschließung als transparente Fuge ausgebildet wird. Die Einzelbüros öffnen sich dabei über eine breite Fensterfront nach Nordwest, die ebenfalls wieder in einer Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Aluminium ausgeführt wurde. Ihre Überdachung schafft dabei zugleich einen geschützten Außenbereich. Ansonsten greift der Neubau weitgehend die gestalterischen Elemente des ersten Bauabschnittes auf und schafft eine harmonische Ergänzung, die sich erst auf den zweiten Blick zu erkennen gibt. Wie sein Nachbar, setzt dieser auf den Ausdruck weniger natürlicher Materialen, ohne die in einem Gewerbegebiet sonst oft üblichen Verbundbaustoffe. Diese Nachhaltigkeit findet auch in der Haustechnik ihren Niederschlag: Das Gebäude zeichnet sich durch einen hohen Einsatz an regenerativer Energie mit Wärmerückgewinnungs-Lüftungsanlage und Stromgewinnung über eine PV-Anlage aus.

www.gruetzner-architekten.de

Fotos:

Axel Hartmann
www.ah-fotografie.de

Manos Meisen
www.manosmeisen.de

(Erschienen in CUBE Köln 02|23)

 

Architektur:

Grützner Architekten
www.gruetzner-architekten.de

 

Holzbau:

Adams Holzbau-Fertigbau
www.adams-holzbau.de

 

Innenausbau und Wohnraumgestaltung:

D-I-E Werkstatt – Brings & Fried
www.d-i-e-werkstatt.de

 

Schreinerei:

Keidel Schreinerei
www.keidel-gmbh.de

 

Nothing found.

Lebendiges Quartier

Eine Siedlung in Mülheim erhält eine neue städtebauliche, soziale und ökologische Qualität

Warme Atmosphäre

Praxisphilosophie: Patient:innen wie Gäste empfangen

Klein Gebaut – groß gedacht

Das „Schwarze Haus im Grünen“ als Modell für modernes Bauen

Nothing found.

Zeitlos und nachhaltig

Im Kölner Süden wurde eine denkmalgeschützte Villa zu einem Familiendomizil zurückgebaut

Dynamisches Ensemble

Der „Neue Kanzlerplatz“ komplettiert den Bonner Hochhausring   

Naturnähe trifft moderne Eleganz

Klar strukturierte Wohngarten-Oase mit Pool und zeitgemäßer Nutzgartenzone

Marianne-Andreas-Weg_MG_5258_D_panorama_ausschnitt_19_700pixel

Klar und freundlich

Zwei Wohngebäude in Wesseling verbinden kostengünstiges Wohnen und qualitätvolle Architektur

Prägnant erneuert

Prägnant erneuert

Bei der Sanierung hat ein Wohnhaus im Kölner Norden zu sich selbst gefunden

Funktional und nachhaltig

Alexander von Dombois entwirft Möbel und Accessoires für den Alltag

HuF-DRH-LP0376_15_700pixel

In Hülle und Fülle

Intensives Material- und Farbzusammenspiel sorgt für gute Laune beim Arbeiten

Alles unter einem Dach

Die neue Gesamtschule am Severinswall besticht durch die großzügige plastische Geste