Klar und offen

Die Gruppen- und Aufenthaltsräume reihen sich um einen massiven Kern in der Mitte des Gebäudes mit Versorgungseinrichtungen und Nebenräumen.

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Der zweigeschossige und kompakte Neubau steht bewusst im Nordwesten des Grundstücks am Ortsrand von Bodelshausen. So kann es sich wie ein Pavillon der Landschaft öffnen und wird sowohl Teil des Ortes als auch Teil des Freiraums. Diese Verbindung des Gebäudes mit dem Freibereich und der Landschaft waren den Architekten Mühlich, Fink & Partner und dem Bauherren – der Gemeinde Bodelshauen – sehr wichtig beim Entwurf des Neubaus. Sinnbildlich dafür stehen u. a. die beiden gestaltprägenden Treppen mit zwischengeschaltetem Podest, die vom Obergeschoss in den Garten führen. Von jeder Stufe bietet sich ein anderer Blick auf die Umgebung, was die Kinder wohl animieren wird, auf den breiten Betonstufen zu sitzen und Ausschau zu halten. Um das Gebäude verläuft eine Veranda vor der Fassade, die als gestalterisches Element auch einen zusätzlichen sicheren Rettungsweg aus allen Räumen bietet. Über die raumhohe Verglasung sind die Innenräume optisch mit der Umgebung verbunden. Vertikale Holzlamellen in Teilbereichen auf beiden Geschossen sind Sichtfilter und Sonnenschutz in einem. Unterstützt durch textile Rollos, bleiben die Räume über die transparente Fassade sehr gut natürlich belichtet und sind gleichzeitig vor Überhitzung geschützt. Das Haus ist ausgestattet mit einer Wärmepumpe, einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach und einer Lüftungsanlage.

Auf einer Fläche von 1.170 m² reihen sich die Gruppen- und Aufenthaltsräume um einen massiven Kern in der Mitte des Gebäudes mit Versorgungseinrichtungen und Nebenräumen. Vier Gruppen werden im Kinderhaus ganztags betreut. Der Grundriss ist einfach und übersichtlich mit flexibel nutzbaren Räumen. Es gibt keine Stichflure oder Sackgassen, dafür eine helle, umlaufende Flurzone mit Blickbeziehungen in die Gruppenräume. Vor jedem Gruppenraum nimmt eine großzügige Garderobe aus Holz mit verglastem oberen Bereich Kleidungsstücke und Schuhe auf. Die spielerische Farbigkeit auf Wänden, Böden und Möbeln begleitet die Kinder an ihrem neuen Spiel- und Lernort. Mit seinen primären Materialien Holz, Glas und Beton strahlt das Haus für Kinder trotz seiner Strenge Fröhlichkeit und Offenheit aus. Der großzügige Außen- und Spielbereich bietet viel Freiraum.

Vor dem Bau des Kinderhauses, dessen Entwurf bei dem Architektenwettbewerb der Gemeinde Bodelshauen den 1. Preis gewann, musste der Bestand abgerissen und der belastete Baugrund aufgearbeitet werden. Insgesamt zwei Jahre nahm die Planung und Realisierung in Anspruch. Im Osten verbanden die Architekten zwei Straßen, um das Gebäude von beiden Seiten erschließen zu können.

www.mfp-ulm.de

Fotos:

Conné van d’Grachten

(Erschienen in CUBE Stuttgart 01|20)

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