Extravagantes Innenleben

Ein Geniestreich ist das Haus-im-Haus-Konzept, das die Architekten realisiert haben.

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Jorinde Voigt ist eine der angesagtesten Künstlerinnen der Stunde und der Stadt. In den Reinbeckhallen – einem ehemaligen riesigen Industriegebiet in Oberschöneweide – hat sie sich ihr neues Atelier ausbauen lassen. Ebenfalls ein Kunstwerk – das sie gemeinsam mit den Architekten ihrer Wahl, Daniel Verhülsdonk und Ralf Grubert aus Berlin, entwickelt hat und nun äußerst zufrieden ist mit dem Ergebnis. Die Lage der südlichen Halle, direkt an der Spree trägt ein Übriges zum Wohlfühlklima bei, ein begrünter Streifen bis zum Spreeufer wird sichtbar, wenn bei schönem Wetter die Hallentore weit geöffnet sind. Ein Geniestreich ist das Haus-im-Haus-Konzept, das die Architekten realisiert haben: Sie implantierten in drei von fünf Ausbaueinheiten einer der Hallen zwei Häuser. Die von 2011 bis 2016 sanierten Hallen haben eine Länge von knapp 80 m und sind 14 m breit. Wie geschaffen für Ateliers sind die Oberlichter der 12 m hohen Räume am Giebel des Satteldaches – eine Hälfte zeigt nach Norden, die andere nach Süden. In einem etwa 400 m² großen Hallenteil sind nun die beiden Häuser integriert, eines längs und eines quer. Sie stehen im rechten Winkel zueinander und bilden damit einen Platz, den „Open Space“, der als Arbeitsfläche oder als Veranstaltungsraum benutzt werden kann. Hier stellt die Künstlerin zum Teil auch ihre Werke aus. Eine tribünenartige Treppe aus schwarzgeölter Eiche zwischen den beiden Häusern dient den Zuhörern bei Vorträgen als Sitzgelegenheit. Ein weiterer, nicht ausgebauter Teil von etwa 200 m² schließt sich an – und ist das eigentliche Atelier, da Jorinde Voigt meistens am Boden arbeitet. Die beiden Häuser wurden in konventioneller Holzständerbauweise vor Ort errichtet. Sie sind zweigeschossig und haben jeweils eine Dachterrasse, auf der man sitzen und den riesigen Raum überschauen kann. Es war Teil des Konzepts, die Bestandsstruktur sichtbar zu lassen. Man befindet sich also in einem in Anthrazit gehaltenen kleinen Dorfplatz, gesäumt von zwei Häusern über denen sich schützend das Hallendach erhebt. Sie haben gleich große quadratische Fenster und hohe, messingbeschichtete Schiebetüren. Elegant und bis ins Detail durchdacht sind die Räumlichkeiten – ein Büro, eine Bibliothek, die beiden Dachterrassen und eine Küche. Eine Augenweide ist das Material- und Farbkonzept: Die Innenwände sind in leuchtenden Farben, Grün, Blau, Lachs und Pink, gestrichen. Auf Nachhaltigkeit des Materials und emissionsfreie Farben wurde größter Wert gelegt. Die Außenwände sind mit Lehmbauplatten belegt.

www.grubertverhuelsdonk.de

(Erschienen in CUBE Berlin 03|20)

Architekten:

Grubert Verhülsdonk Architekten
www.grubertverhuelsdonk.de

Dacheindeckung:

Bauder
www.bauder.de

Drehtüren (1. OG):

ComTür Weimann
www.comtuer.com

Beschläge (Innentüren):

Colombo Design
www.colombodesign.com

Beschläge (Außentüren):

FSB
www.fsb.de

Türschließer:

dormakaba
www.dormakaba.com

Wandfarben (Außenhülle innen):

Keim
www.keim.com

Wandfarben (Innenräume):

Caparol
www.caparol.de

Armaturen:

Cocoon
www.bycocoon.com

Sanitärobjekte:

Betonwerkstatt
www.betonwerkstatt.com

Leuchten:

Erco
www.erco.com

Schalter, Steckdosen:

Berker
www.berker.com

Fußbodenheizung:

Cosmo
www.cosmo-info.de

Fotos:

Marcus Ebener
www.marcus-ebener.de

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