Gekommen um zu bleiben

Ein ganzheitliches Bürokonzept kombiniert New Work mit Lokalbezug und Cradle to Cradle

Die Frage, was Mitarbeiter:innen nach der Pandemie und der etablierten Möglichkeit des Homeoffice in die Büros lockt, beschäftigt aktuell viele Unternehmen. „Gekommen, um zu bleiben“, lautet dazu die Antwort des auf Bau und Immobilien spezialisierten Kölner Büros des Beratungsunternehmens Drees & Sommer. Das ganzheitliche Bürokonzept, das am langjährigen Stammsitz im Westgate am Rudolfplatz realisiert wurde, schafft einen neuen Mitarbeitermagneten und ist zugleich ein Aushängeschild des Unternehmens für zukünftige innovative Bürokonzepte in einer sich verändernden Arbeitswelt.

Ein internes, interdisziplinär aufgestelltes Projektmanagement- und Planungsteam hat im Laufe von elf Monaten bei laufendem Betrieb die Modernisierung der Flächen geplant und in der Umbauphase begleitet. Am Anfang stand dabei die Analyse des tatsächlichen Bedarfs an Arbeitsplätzen. Auf der Basis einer Mitarbeitenden-Befragung zu Arbeitsweisen sowie zum Mobilitätsverhalten wurde für die 260 Mitarbeiter:innen ein Bedarf von 130 Arbeitsplätzen ermittelt. Allein die Hälfte der neu gestalteten Bürofläche wurde dabei auf kollaboratives Arbeiten ausgelegt. Die Gestaltungsidee des neuen Office ist dabei von einer der Grundideen der Städteplanung inspiriert: Alles ist für alle da. „Angelehnt an das Konzept einer Stadt mit Nachbarschaften, in denen man sich geplant, aber auch zufällig treffen kann, ist unsere Arbeitswelt in vier Bereiche gegliedert“, erklärt die New Work-Expertin und Standortleiterin Daniela Schulze: Die Bereiche „Marktplatz“, „Stadtgarten“, „Büdchen“ und „Dom“ schaffen einen lokalen Bezug und spiegeln zugleich ihre jeweilige Nutzung wider: Auf dem Markplatz darf es lebhaft zugehen, der Dom ist dagegen für stilles und fokussiertes Arbeiten ausgelegt. Die lebhaften und öffentlichen Bereiche des Büros, in denen Kund:innen und Kooperationspartner zu Besuch kommen, befinden sich dagegen im Stadtgarten, wo die großzügigen Flächen für Kommunikation und Austausch sowie mehrere, flexibel nutzbare Besprechungsräume liegen – mit Aussicht über die Baumkronen des Habsburgerringes. Auf dem benachbarten Marktplatz befindet sich die zen-trale Küche mit diversen Sitz- und Loungeecken für Pausen und informelle Gespräche – hier mit Ausblick auf den Kölner Dom. Bei der Innenausstattung der neuen Büroflächen wurde getreu dem Motto „Wenig Abbruch, maximale Wiederverwendung“ verfahren. So kam ungenutztes Mobiliar aus anderen Standorten zum kreativen Wiedereinsatz. Für die Kreislauffähigkeit, Schadstofffreiheit und künftige einfache Demontierbarkeit des Interior Designs kam das sogenannte Cradle-to-Cradle-Prinzip zur Anwendung. Sowohl Mobiliar als auch Wand- und Bodenbeläge lassen sich weitestgehend bei einem späteren Gebäudeabriss in hoher Qualität wiederverwerten oder in einen biologischen Kreislauf zurückführen.

www.dreso.com

Fotos:
Peter Neusser
www.peterneusser.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|24)

Nothing found.

Zu neuem Leben erweckt

Teile des ehemaligen Diamalt-Geländes wurden einer neuen Nutzung zugeführt

Qualität, die Bestand hat

Charmantes Einfamilienhaus für geräumiges Wohnen

Wohnen über der Stadt

Ein Neubau reagiert auf städtischen Kontext und schafft individuelle Wohnqualität

Modular und sinnlich

Eine Grundschule im Osten Kölns verbindet eine effiziente Bauweise mit Raumwirkung

Nothing found.

PXL_20220623_174532425_15_700pixel

Erhöhter Prinzenblick

Der Prinzenplatz am Altenberger Dom wurde zum Landschaftsbalkon umgestaltet

statthaus-statt-hotel-000-04-hausfront-und-buero-von-links_15_700pixelmXQzbOIqQ3pxW

Komfort in neogotischen Mauern

Ruhigen Schlaf mitten in Köln bieten sechs Geschosse eines schmalen Stadthauses

8_15_700pixelJpHJoNEVu0BaI

Zimmer unter freiem Himmel

Feldbrandklinker rahmen das Grün eines abwechslungsreichen Hinterhofs

Schönheit trifft Nachhaltigkeit

Ein Kosmetikhersteller beeindruckt an neuem Standort mit atmosphärischem Entrée

Den Raum weitergedacht

Ein Musiksaalgebäude wird zum multifunktionalen „Haus der Kultur/en“

_DSC3453-Edit_10_700pixel

Ästhetisch und funktional

Das Designstudio Gerdesmeyer Krohn setzt auf klare Linien

EP03629-0218_19_700pixel

Ein Dorf in der Stadt

Der Kopf des Sülzquartiers besticht durch die ungewohnte Vielfalt von Wohnformen und Nutzungen

200501_BV_Braun_300dpi_4770_15_700pixel

Großstadtoase auf Maß

Eine kleine Wohnung wird saniert und mit viel Aufmerksamkeit für Details umgestaltet