Schönheit trifft Nachhaltigkeit

Ein Kosmetikhersteller beeindruckt an neuem Standort mit atmosphärischem Entrée

Für den neuen Produktions- und Logistikstandort der Babor Beauty Group in Eschweiler hat das Büro engels architektur aus Meerbusch das innenarchitektonische Konzept für das zen-trale Empfangsgebäude und ein benachbartes Bürogebäude entwickelt. Das traditionsreiche Aachener Familienunternehmen wollte hier einmal mehr ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit und höchste Qualität setzen. Dabei verschmelzen Naturelemente, moderne Gestaltung und eine besondere Wertigkeit des Materials zu einer harmonischen Symbiose.

Das zentrale Highlight im Erdegeschoss bilden ein Wasserbassin und eine über diesem schwebende Leuchtenkonstellation, bestehend aus filigranen Ampullen. Dieser Bereich stellt zugleich den Mittelpunkt und Marktplatz des Hauses. Das Bild hat Symobolkraft: Wasser ist ein grundlegendes Sinnbild in der Kosmetik, während die funkelnden Leuchtobjekte Assoziationen zu Regen auf der Wasseroberfläche wecken. Das Foyer präsentiert sich klar strukturiert: Eine offene Zone empfängt die Besucher:innen direkt am Eingang und bietet erste Orientierung. Wertige Materialien wie die Holzlamellen werden bewusst reduziert und präzise eingesetzt, um die Aufmerksamkeit vollständig auf das zentrale Gestaltungselement zu lenken. In der Highlight-Zone kontrastieren Gegensätze: Die Ampullen-Installation verweist Zerbrechlichkeit und Zartheit der Produkte, während eine kraftvoll geschwungene Wand den Bereich wie einen schützenden Mantel umschließt. Die Kreisformen der gestalterischen Elemente wurden konsequent aus der Architektur in das innenarchitektonische Konzept überführt. Die Highlight-Leuchte und das Wasserbecken wurden in Zusammenarbeit mit FSP-Architekten weiterentwickelt und umgesetzt.

Ein besonderer Fokus lag zudem auf nachhaltigen Materialien, Möbeln und Leuchten: Der durchgängige Gussboden besteht aus Quarz, Marmorpartikeln und Pflanzenöl, ist vollständig recycelbar und mit Cradle-to-Cradle- sowie EPD-Zertifikaten ausgezeichnet worden. Die Empfangstheke wurde aus Reishülsenplatten gefertigt – eine ressourcenschonende Holzalternative, bei der ein Nebenprodukt der Reisindustrie verarbeitet wird. Im Restaurant des Obergeschosses setzen Lichtsysteme Akzente. Im Besprechungsraum wurde schließlich nachhaltig  auf „Re-Use“ gesetzt: Leuchten, die bereits in einem Düsseldorfer Projekt im Einsatz waren, erhielten hier ein zweites Leben. Aufgearbeitet und neu inszeniert, stehen sie für einen respektvollen Umgang mit Ressourcen und die Schönheit des Weiterverwendens.

www.engels-architektur.de

Fotos:
FSP Gruppe
www.fsp-gruppe.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 04|25)

Innenarchitektur:

engels architektur Architekten
www.engels-architektur.de

Möbelbau, Generalausbau:

Schumann Project
www.schumann-ak.de

Lichtplanung:

Lixar
www.lixar.de

Schallabsorber, Tische:

DeVorm
www.devorm.nl

Bestuhlung:

Muuto
www.muuto.com
Walter Knoll
www.walterknoll.de

Leuchten:

Lightnet
www.lightnet-group.com
MoltoLuce
www.moltoluce.com
Modular Lighting
www.supermodular.com
Lumiente
www.lumiente.de
Sattler
www.sattler-lighting.com

Akustische Decken:

Troldtekt
www.troldtekt.de

Nothing found.

Kunst im Office

Eine textile Rauminstallation bringt Architektur, Natur und Denken in einen sinnlichen Dialog

Dynamisch und grün

Ein Mobilitätsunternehmen in Ratingen hat einen großzügigen Erweiterungsbau erhalten

Neuanfang unter einem Dach

Modernes Gebäude verbindet Arbeiten und Wohnen auf harmonische Weise

Leise an Lauter Stelle

Neubau eines Wohngebäudes inmitten der Münchner Altstadt

Nothing found.

_MG_4842_3_19_700pixel

Steilvorlage am Hang

Konsequent nutzt ein Einfamilienhaus unterschiedliche Höhenniveaus aus

Sakrales Ambiente

Ein Umbau in Lindenthal interpretiert respektvoll den Nachkriegsbestand

image003_700pixel

Erneuerbare Energie

Wenn es darum geht, Nacht für Nacht Energie zu tanken,

Massiv gedacht – fein gestaltet

Ein Wohnhaus im Westen von Köln besticht durch die Stimmigkeit seiner Details

1694514822410_15_700pixel

Neuer Schwung im Nierentisch

Das Park-Café im Deutzer Rheinpark lässt die 1950er-Jahre wieder auferstehen

Urbaner Lückenschluss

Eine Kita und 37 möblierte Apartments teilen sich einen Neubau in Melaten

Go-ke_Kieferdocs-Ko-ln_Grothus_2_15_700pixel

Hell und puristisch

Neubau einer kieferorthopädischen Praxis mixt Bauhaus und Nordic Style

jw1863-0001_700pixel

Entspannte Wohnstraße

Ein Kaufhaus in Kalk verwandelt sich in ein gemischtes Quartier mit Gewerbe und Wohnen