Großes Haus, kleine Stadt

Ein trotz seiner Größe überschaubarer Ort, an dem es leicht fällt, sich zu orientieren, der geschützte Räume, aber auch Weite bietet und an dem man sich einfach gerne aufhält.

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Der 2019 offiziell eröffnete Schulcampus Ammerbuch, westlich von Tübingen gelegen, vereint auf einer Bruttogeschossfläche von 9.900 m² eine Gemeinschafts-, eine Grundschule sowie eine Sporthalle. K9 Architekten gewannen den Wettbewerb bereits im Jahr 2014. Der zweigeschossige Baukörper mit drei Lichthöfen und dem Eingangsatrium bildet eine offene und einladende Schullandschaft. Der helle, warme Farbton der Putzfassade harmoniert mit der umgebenden Landschaft des Schönbuchs. Über die großen, holzgerahmten Fenster wirkt die Natur bis in die Räume und entfaltet ein lebendiges Spiel aus Licht und Farben.

Im südlichen Flügel befindet sich die zweizügige Grundschule, im Nordflügel die 5. bis 9. Klassen und in der Mitte die gemeinsam genutzten Fachklassen. Die zueinander versetzten Raumgruppen lassen vielseitige Zwischenräume entstehen – die beste Voraussetzung für differenziertes Lernen in allen Altersklassen. Mittelpunkt der Schule ist das zweigeschossige Eingangsatrium mit Oberlichtern und umlaufender Galerie im ersten Obergeschoss. Werden der Mehrzweckraum und ein Teil der Mensa verbunden, entsteht ein großer Veranstaltungsort für die vielfältigen Aktivitäten des Ortes. Auch die Sporthalle wird sowohl schulisch als auch von den örtlichen Vereinen intensiv genutzt. Von der kleinen Tribüne aus können z. B. Wettkämpfe und Turniere verfolgt werden.

Wichtig bei der Planung war es, einen trotz seiner Größe überschaubaren Ort zu schaffen, an dem es leicht fällt, sich zu orientieren, der geschützte Räume, aber auch Weite bietet und an dem man sich einfach gerne aufhält. „Es ist ein großes Haus, doch es ist gegliedert wie eine kleine Stadt“, sagte Wolfgang Borgards von K9 Architekten in seiner Eröffnungsrede. Es gebe den Platz in der Stadtmitte mit dem Theater, Stände mit Essen und Trinken und vier Stadtteile: die Grundschule, die Fachklassen, die Sekundarstufe und die Sporthalle. Fast unmerklich gehen sie ineinander über, verbunden durch kleine Parks. Dabei weisen die steinernen Wände die Richtung, der warme, dunkle Boden erdet und die hellen Decken und Wände führen das Licht bis tief in die Straßen. Türen in unterschiedlichen Farben begleiten die vielfältigen Wege. Hinter jeder Tür gibt es etwas zu entdecken für die Schülerinnen und Schüler. Und wenn ihnen der Trubel in der Stadt zu viel wird, können sie sich in die ruhigen Innenhöfe oder in die Bibliothek zurückziehen.

www.k9architekten.de

Fotos:

Oliver Rieger
www.oliverrieger.com

(Erschienen in CUBE Stuttgart 01|20)

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