Miteinander der Generationen

Lebensbejahende Architektur in einer zukunftsgerichteten Siedlung in Herne

Fritz-Reuter-Strasse_13403_15_700pixel

Das neue Albert-Schweitzer-Carré, dessen Bauherr die Wohnstätten Wanne-Eickel eG ist, liegt im Südwesten Hernes, dem geografischen Zentrum des Ruhrgebiets. Es verfügt über eine gute Infrastruktur, die von Verkehrsverbindungen in alle Richtungen des Ruhrgebiets, über Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen bis zum nahegelegenen Naherholungsgebiet Königsgrube reicht. Die direkte Umgebung ist dennoch ruhig und grün sowie von Mehrfamilienhäusern geprägt. Ein idealer Standort, um eine lebendige Siedlung zu errichten, wie sie Tor 5 Architekten geplant und umgesetzt haben.

Die Bochumer Architekten haben auf dem 11.000 m² großen Grundstück acht Mehrfamilienhäuser und drei Mehrgenerationenhäuser realisiert. Die rund 120 m² große Fläche des Mehrgenerationenwohnens verfügt über jeweils zwei Wohneineheiten, die über drei Geschosse verteilt sind und über eigene Garagen verfügen. Sie werden besonders von Familien angenommen. Als besonderes Merkmal dieser Mehrfamilienhäuser zählt ein Gebäude, in dem sich über zwei Stockwerke Demenzwohnungen mit rollstuhlgerechten Zimmern befinden. Die Gruppen haben einen gemeinsamen Koch- und Wohnbereich sowie Angehörigenwohnungen. Die weiteren Wohnungsgrößen reichen von 65 m² großen Zweizimmerwohnungen über Dreizimmerwohnungen mit ca. 85 m² und Vierzimmerwohnungen mit ca. 100 m². Sie sind alle barrierefrei und verfügen über eigene Terrassen, beziehungsweise Balkone oder Loggien. Trotz der gewollten Kompaktheit wirkt die Siedlung durch ihre begrünten Freiflächen offen und lebendig. „Wichtig war uns eine lebensbejahende Architektur mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Begegnungs- und Rückzugsräumen zu schaffen. Und mit einer Energieversorgung, die nicht nur aktuelle Vorgaben erfüllt, sondern bereits das Übermorgen im Blick hat“, beschreibt Architekt Herfried Langer die Herangehensweise. 

Ein abgerundetes Gebäude leitet ins Quartier, das als gemeinsamen Treffpunkt eine Quartiersstraße hat. Immer zwei der nach Süden und Westen ausgerichteten Wohnhäuser, die alle eine helle und freundliche Ziegelfassade tragen, bilden einen gemeinsamen Block und haben einen gemeinsam genutzten „Gründeckel“ als Begegnungsfläche. Darunter befinden sich meist die Stellplätze. Bei den Außenanlagen wurde bewusst viel Grünfläche als Erholungsareale realisiert. Dadurch wird nicht nur die Aufenthaltsqualität gesteigert, es entsteht zudem viel Retentionsfläche. Für effiziente Heizung und Kühlung sorgt Wärmepumpentechnik. Zur Nachhaltigkeit tragen zudem Geothermie, begrünte Dachflächen und sommerlicher Wärmeschutz durch Rollos bei. Die Gebäude entsprechen dem KfW 55-Standard.

www.tor5.de

Fotos:

Michael Godehard
www.michaelgodehardt.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|23)

Nothing found.

Harmonische Nachverdichtung

Aus Platz für eine Familie wird Wohnraum für fünf Parteien

Zeit für Wandel

Ein etablierter Bürostandort wird in ein Innovationscenter transformiert

Licht, Holz und Raum

Die Revitalisierung eines Bestandsgebäudes in Neuperlach schafft neue Arbeitswelten

80 Jahre Gestaltungskompetenz

Jab Anstoetz blickt auf eine außergewöhnliche Unternehmensgeschichte

Nothing found.

1_15_700pixelA4TEM2N0ntzwt

Schlichte Eleganz

Herausragende, versetzt zueinander angeordnete Gebäudeteile im Erdgeschoss beherbergen an der Frontseite eine Garage und bieten an der Rückseite Raum…

2017_08_Textilvb_Copyright_Thomas_Wrede_014_C_bbl_19_700pixel

Wie ein leichtes Tuch

Ein Spiel von Licht und Schatten lässt die Fassade flattern

Architektur mit klarer Linie

Zeitlos gestaltet, präzise ausgeführt und konsequent gedacht – innen wie außen

Mit dem BGH zurück zur Normalität?

Aufklärungspflicht trotz oder anstatt eines Datenraumes

33089_BV-Slowik_0055_15_700pixel

Das pure Wohnglück

Ein energetisch autarkes Einfamilienhaus besticht durch Offenheit und kluge Raumplanung

Mein Haus am See

Auf einem unbebauten Grundstück entstehen attraktive Reihenhäuser

Keiner hat’s gemerkt

Ein Einfamilienhaus aus den 1950er-Jahren in Bochum wurde behutsam renoviert