Miteinander der Generationen

Lebensbejahende Architektur in einer zukunftsgerichteten Siedlung in Herne

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Das neue Albert-Schweitzer-Carré, dessen Bauherr die Wohnstätten Wanne-Eickel eG ist, liegt im Südwesten Hernes, dem geografischen Zentrum des Ruhrgebiets. Es verfügt über eine gute Infrastruktur, die von Verkehrsverbindungen in alle Richtungen des Ruhrgebiets, über Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten und Schulen bis zum nahegelegenen Naherholungsgebiet Königsgrube reicht. Die direkte Umgebung ist dennoch ruhig und grün sowie von Mehrfamilienhäusern geprägt. Ein idealer Standort, um eine lebendige Siedlung zu errichten, wie sie Tor 5 Architekten geplant und umgesetzt haben.

Die Bochumer Architekten haben auf dem 11.000 m² großen Grundstück acht Mehrfamilienhäuser und drei Mehrgenerationenhäuser realisiert. Die rund 120 m² große Fläche des Mehrgenerationenwohnens verfügt über jeweils zwei Wohneineheiten, die über drei Geschosse verteilt sind und über eigene Garagen verfügen. Sie werden besonders von Familien angenommen. Als besonderes Merkmal dieser Mehrfamilienhäuser zählt ein Gebäude, in dem sich über zwei Stockwerke Demenzwohnungen mit rollstuhlgerechten Zimmern befinden. Die Gruppen haben einen gemeinsamen Koch- und Wohnbereich sowie Angehörigenwohnungen. Die weiteren Wohnungsgrößen reichen von 65 m² großen Zweizimmerwohnungen über Dreizimmerwohnungen mit ca. 85 m² und Vierzimmerwohnungen mit ca. 100 m². Sie sind alle barrierefrei und verfügen über eigene Terrassen, beziehungsweise Balkone oder Loggien. Trotz der gewollten Kompaktheit wirkt die Siedlung durch ihre begrünten Freiflächen offen und lebendig. „Wichtig war uns eine lebensbejahende Architektur mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Begegnungs- und Rückzugsräumen zu schaffen. Und mit einer Energieversorgung, die nicht nur aktuelle Vorgaben erfüllt, sondern bereits das Übermorgen im Blick hat“, beschreibt Architekt Herfried Langer die Herangehensweise. 

Ein abgerundetes Gebäude leitet ins Quartier, das als gemeinsamen Treffpunkt eine Quartiersstraße hat. Immer zwei der nach Süden und Westen ausgerichteten Wohnhäuser, die alle eine helle und freundliche Ziegelfassade tragen, bilden einen gemeinsamen Block und haben einen gemeinsam genutzten „Gründeckel“ als Begegnungsfläche. Darunter befinden sich meist die Stellplätze. Bei den Außenanlagen wurde bewusst viel Grünfläche als Erholungsareale realisiert. Dadurch wird nicht nur die Aufenthaltsqualität gesteigert, es entsteht zudem viel Retentionsfläche. Für effiziente Heizung und Kühlung sorgt Wärmepumpentechnik. Zur Nachhaltigkeit tragen zudem Geothermie, begrünte Dachflächen und sommerlicher Wärmeschutz durch Rollos bei. Die Gebäude entsprechen dem KfW 55-Standard.

www.tor5.de

Fotos:

Michael Godehard
www.michaelgodehardt.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|23)

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