Kleine Himmelsleiter

Dreiteiliges Bürogebäude mit Hochhaus am Heimeranplatz

251_DJI_0928_75_230301_15_700pixel

An exponierter Stelle, an der Ecke Garmischer-/Ridlerstraße, entstand in den vergangenen Jahren ein neues Bürohochhaus – wobei Hochhaus hier so zu verstehen ist, dass sich das Gebäude in der Höhe der Münchner Hochhausrichtlinie anpasst: 2004 wurde festgelegt, dass kein Neubau die Höhe von 100 Metern überschreiten darf. 

„Der Heimeran“, so der Name des Neubaus, bringt es sehr moderat auf knapp über 50 Meter. Städtebaulich schließt er oberirdisch die Ecke am Mittleren Ring, der ab hier in einem Tunnel verschwindet und erst kurz vor der Donnersberger Brücke wieder ans Tageslicht tritt. Das niedrige Bestandsgebäude entlang der Garmischer Straße wurde umgebaut und in den Neubau integriert. Mit einem anschliessenden Bürogebäude, das im rechten Winkel dazu in der Ridlerstraße angrenzt, ist der Blockrand geschlossen. Optisch entsteht so der Sockel für das Hochhaus, das sich direkt an der Ecke emporrankt. Über dem Untergeschoss ragen hier 13 Stockwerke in den Himmel. Das Erdgeschoss dockt an die beiden Flachbauten an und die darüberliegenden Stockwerke stapeln sich in die Höhe – je drei Geschosse zusammengefasst zu einem „Würfel“,  verdrehen sich um den Gebäudekern um jeweils wenige Grade, sodass aussen Freiflächen entstehen – im 5. Geschoss sogar eine Dachterrasse mit einem kleinen Kaffee. Ganz oben, im 13. Stockwerk, gibt es eine großflächige Dachlandschaft.

Die Größen der Geschossebenen sind unterschiedlich – sie liegen bei 300 bis 400 m2 – jeweils in derselben Achse und mit gleichem Grundriss. So folgen auf Ebene 2 bis 4 die drei Geschosse 5, 6, 7 leicht versetzt zum vorherigen Dreigespann und zum in der Mitte liegenden Versorgungskern. Es folgen die Etagen 8 bis 10 sowie 11 bis 13. Diese gegeneinander verschobenen Dreigeschosser verleihen dem in seiner Höhe sehr moderaten Hochhaus eine gewisse Leichtigkeit. Das Gebäude erscheint einerseits als Kopfbau der hier aufeinandertreffenden Ridler- und Garmischer Straße und andererseits ist es in gewisser Weise auch ein Tor zur Münchner inneren Stadt, die von der Verkehrsader „Mittlerer Ring“ umschlossen wird. Je nach Standort des Betrachtenden ergibt sich ein unterschiedliches Bild – von Südwesten, vom Mittleren Ring her erscheint das Hochhaus nach oben abgetreppt – von Nordwesten, dem Heimeranplatz aus, nimmt man die Rotation der einzelnen Segmente wahr. Hinter der Fassade des Hochhauses versteckt sich ein zusätzlicher Neubau, der die beiden flachen Riegel an der Ridler- und Garmischer Straße wie eine Spange miteinander verbindet. So entsteht ein polygonaler Baukörper und – gewissermaßen „nebenbei“ – auch noch ein Atrium und Innenhof. Die Bauzeit für die drei Gebäudeteile mit ihren 7.500 m2 Büroflächen betrug sechs Jahre, von 2016 bis 2022. 

www.osa-muenchen.de

Fotos:
OSA Ochs Schmidhuber Architekten GmbH

(Erschienen in CUBE München 04|23)

Nothing found.

WENIGER IST MEHR

Im „Club Zukunft Düsseldorf“ auf dem EUREF-Campus wird die klimaneutrale Stadt gestaltet

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Nothing found.

Tradition verpflichtet

...kann aber auch hinderlich sein – man muss nur Wege finden, damit umzugehen

Bahnerhaus in neuem Glanz

Im sanierten Haus Herzogstand trifft Historie auf moderne Energieeffizienz

Einmal Paradiesgarten bitte

Aus einer unstrukturierten Grasfläche wird ein Traumgarten samt Pool

WEB_51_SOX_110422_Jonathan-Sage_15_700pixel

Modernes Schmuckstück

Renovierung einer Maisonettewohnung im historischen Gebäude

MD_SchwabingerTor_084_A4_15_700pixel

Das Tor zum Schwabinger Tor

Die Wiederkehr des Chicagoer Ur-Hochhauses in heutiger Interpretation

Arbeiten mit Wohlfühlfaktor

Stimmiges Gesamtkonzept für gemeinsames und kreatives Arbeiten

FV2_Pferdestall_JonathanSage_Perspektive2019_15_700pixel

Kein Pferd im Stall

Einstiger Stall mit Scheune wird zum vorbildlich restaurierten und umgebauten Wohnhaus