Privater Park in der Stadt

Was wie „echte“ Natur wirkt, ist minutiös geplant und angelegt

cube23_05_19_700pixel

Ein zugekauftes Grundstück galt es mit dem ursprünglichen Garten gestalterisch zu vereinen. Alles sollte „aus einer Hand“ sein. Der bereits vor Jahren auserwählte Landschaftsarchitekt Alexander Koch wurde mit seinem Team „Koch+Koch“ aus Pähl für den zweiten Teil der Aufgabe erneut angefragt. Der Besitzer des Grundstücks hatte ein zusätzliches Grundstück hinzuerworben und wünschte nun eine einheitliche Gestaltung beider Gartenteile. Oder genauer: der hinzugekaufte Teil sollte durch einen Sonnengarten mit Teich und Sommerhaus ergänzt werden.

„Sie sind der Künstler – ich der Mäzen“ so könnte jede gute Gartengeschichte beginnen. Die Gartengestaltung, von der hier die Rede ist, begann genau so. Der Landschaftskünstler hatte freie Hand. Angesichts der schwierigen Aufgabe zwei selbstentwickelte Gärten aufeinander zu beziehen, die durch eine 12 Meter breite Straße voneinander getrennt waren, stellte das eine ziemliche Herausforderung dar – aber auch eine Chance.

Der Plan für die künftige Gestaltung sah eine Öffnung in den zweiten Gartenteil vor. Dazu mussten Bäume und Sträucher entfernt und zudem vorhandene Rhododendrongruppen verpflanzt werden. Hinzu kam die Pflanzung von großen Gehölzen, um die Übergänge zu verwischen. Der ursprüngliche Gartenteil – ebenfalls von Koch+Koch vor Jahren angelegt – wurde zur Hintergrundkulisse für den neuen Gartenteil.

Das lange schlauchartige Grundstück musste räumlich so strukturiert werden, dass eine harmonische Abfolge von gut proportionierten Gartenräumen entstand ohne den Blick über die gesamte Tiefe zu verstellen. Dazu dienten vorrangig schirmförmige  Felsenbirnen, die unter Berücksichtigung aller Ordnungsprinzipien nach und nach in den nach Westen bebauten Garten eingefügt wurden. Das Pflanzkonzept umfasste des Weiteren roten japanischen Ahorn, weiße Magnolien und mächtige Rhododendren. Zusätzlich wurden 15.000 Stauden, Gräser und Farne einzeln platziert.

So entstand nach und nach ein Park in der Gartenstadt südlich von München mit umfangreichen Sichtbezügen in die Umgebung. Mit seiner „geborgten“ Landschaft wurde dem Garten erst seine wahre Größe verliehen. Der Weiher mit seinem Felsenbad vollendete das Gesamtkonzept und ermöglicht so idyllische Sommerabende auf der angrenzenden Terrasse.

www.koch-koch.de

Fotos:

Alexander Koch

(Erschienen in CUBE München 02|23)

Nothing found.

Solitär in bester Nachbarschaft

Ein Mehrfamilienhaus passt sich in ein international bedeutendes Bauensemble ein

Neues Zentrum für die Stadt

Hans-Scholl-Halle – neu gestaltetes Gemeinschaftszentrum der Studentenstadt Freimann

Camouflage

Ein scheinbarer Massivbau entpuppt sich als ökologisch durchdachtes Holzhaus

Housing First Düsseldorf

Obdachlose Menschen bekommen ohne Vorbedingungen ein neues Zuhause

Nothing found.

Im Lauf der Zeit

Modernes Bürohaus ersetzt Wohngebäude aus den Fünfziger Jahren

Pur_Architekten_0206_15_700pixel

Komplette Transformation

Eine Hinterhofwerkstatt aus den 1950er-Jahren erhielt ein neues Leben als Büro

12_AuerWeber_Grundschule_Th-Fischer_AldoAmoretti_15_700pixel

Grundschule mit Lernhaus-Konzept

Integrativ, flexibel und maßstäblich angepasst

Bild_002_15_700pixeloWIi0qqxuK3bG

Harlachinger Eisberg

Einkaufen, Wohnen, Kinderbetreuung und Parken: Alles auf einem Grundstück

stephan-maria-lang-architekt-haus-moderne-villa-house-L011-shingle-residence-muenchen-graefelfing-holz-foto-sebastian-kolm-garten-west_gross_44_700pixel

Haus mit Charakter

Einheit von Garten, Natur und Architektur

19001005-B_21_700pixel

Dem Münchner Himmel so nah

Gelungene Penthouse-Aufstockung eines Gebäudes aus den 1950er-Jahren

H55-01_19_700pixel

Panoramablick auf die Stadt

Ein puristischer Entwurf für eine Maisonettewohnung bietet interessante Raumaufteilungen