Sichtbare Heimatgefühle

Gleiches Material für Dach und Außenwand gibt dem Zweifamilienhaus ein markantes Gesicht

oa_01381_efh_kaarst_dynamische_deckung_dach_fassade_02_19_700pixel

Inmitten eines stetig gewachsenen Wohngebiets im Kaarster Westen gelegen fällt diese moderne Version eines Zweifamilienhauses besonders auf. Grund hierfür ist vor allem der Einsatz des gleichen Materials bei Dach und Außenwand, sodass ein fließender Übergang zwischen beiden entsteht. „Sowohl für die Wand als auch für das Dach haben wir uns gemeinsam mit den Bauherren für Schiefer entschieden“, sagt Architekt Caspar Indenhuck vom Büro Indenhuck Architekten, das mit der Planung und Realisierung des Hauses beauftragt wurde. „Da die Bauherrenfamilie ursprünglich aus dem Bergischen Land kommt, schaffen wir mit diesem Material einen klaren Heimatbezug.“ Doch nicht nur das: Zugleich wird dem Wunsch des Eigentümers nach einer hochwertigen Fassadenverkleidung entsprochen. Die komplette dynamische Schieferverkleidung stammt von der Firma Rathscheck aus Mayen und wurde in Kooperation der Firma Riemel Bedachungen aus Neuss mit der Firma Johannes Rössel Dachdeckerbetrieb aus Binningen montiert.

Zu den weiteren Wünschen der Familie gehörte die Integration einer zweiten Wohnung im ersten Obergeschoss, die über einen separaten Zugang erreicht wird. Außerdem sollten genügend Stellplätze auf dem eigenen Grundstück mit eingeplant werden, was durch ein Doppelcarpot realisiert werden konnte. Dieses zeichnet sich – wie der Eingangsbereich zum ersten Obergeschoss auch – durch eine helle Holzverkleidung aus Lärche aus, wodurch ein farblicher Gegenpol zum dunkel gehaltenen Gebäude geschaffen wird. Für einen weiteren spannenden Kontrast sorgt auch die hell gestrichene Frontseite, die leicht zurückgesprungen und damit geschützt zur Gartenseite zeigt. Wie für das Wohnviertel typisch wählten die Architekten als Dachform das Satteldach, um auf diese Weise einen Bezug zur Umgebung herzustellen.

Im Innenbereich fällt auf, dass die hier gewählten Farben mit denen des Außenbereichs korrespondieren: Weiß gestrichene Wände treffen auf helle Holztöne und schwarze Möbel. Für ein gemütliches Highlight sorgt der vollständig integrierte offene Kamin im Wohnbereich der Erdgeschosswohnung, der an kalten Tagen zusätzlich für wohlige Wärme sorgt. Hauptsächlich übernimmt diesen Part jedoch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung schafft noch mehr Komfort ebenso wie die integrierte Sauna. Für die Verwirklichung der beiden Vollgeschosse mit einer Wohnfläche von rund 284 m² waren lediglich zehn Monate nötig.

www.indenhuck-architekten.com
www.rathscheck.de

Fotos:

Gerard Halama/Rathscheck
www.halama-presse.de
Julius Brauckmann
www.juliusbrauckmann.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|20)

Nothing found.

Urbanes Einfamilienhaus

Ein denkmalgeschütztes Stadthaus in Kaiserswerth wird saniert und neugeordnet

Nachhaltig und inklusiv

Eine Kita in Lohmar wurde in Holzbauweise erweitert

Pionierin des neuen Bauens

Anna Heringer baut international mit Lehm und anderen in Vergessenheit geratenen Baustoffen

Medizinischer Meilenstein

Hochmoderner Forschungsbau beherbergt neues translationales Zentrum der Charité

Nothing found.

Regal2_15_700pixel

Stimmungsvoll inszeniert

Ein Wohnaltbau in Neuss wird modernisiert und einfühlsam umgestaltet

Skulpturales Tor zum Kirchberg

Ein neues Pfarrzentrum in Monheim stärkt den Bestand

Unknown_15_700pixel

Nachhaltiger Hochhausbau

Was ein Hochhaus der Stadt wiedergeben kann

2049_M11_HE_15_700pixel

Durchgestylt

Schlicht und edel gestaltetes Penthouse mit Rheinblick

2020_12_combine_Du-sseldorf_-C-YorickCarroux-DSF6221_15_700pixel

Einladende Bürowelten

Ein Design- und Planungsstudio entwirft für die eigenen Mitarbeiter ein spannendes New Work-Konzept

Sinnliche Präsenz

Ein Stadthaus verknüpft Architektur und Interior subtil miteinander

WhatsApp-Image-2023-06-28-at-18-59_700pixel

Bungalow 2.0

Ein modernes Einfamilienhaus besticht durch seine nachhaltige Holzbauweise

Heilight_Mondenero_1_15_700pixel

Art déco meets Beton

Das Mondenero im Kö-Bogen vereint Fashion, Café und Beauty in einem ungewöhnlichen Store-Konzept