Urbanes Design

Ein Boutique-Fitnessstudio bietet vor allem Raum für Radsport, aber auch für Entspannung

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Schnelle Beats, schweißtreibendes Indoor-Cycling und angesagte Sportarten: Das erfolgreiche Fitnessstudiokonzept Becycle gibt es seit 2020 auch in Düsseldorf. Dabei geht es um weitaus mehr als Fahrradfahren: Die Beats der Musik aus Elektro, Pop, Rock oder Funk strömen durch den Körper und übertragen sich direkt auf die Pedale – im gesamten Kursraum entsteht eine ansteckende Energie, der sich niemand entziehen kann. Das Konzept besteht allerdings nicht nur aus Cycling, auch die Trendsportarten Hiit, Barre, Reformer Pilates und Yoga werden angeboten.

Das moderne Studio im Herzen der Stadt bietet auf 600 m² jedoch nicht nur sportliche Highlights. Auch architektonisch setzt Becycle neue Standards und bringt urbanes Design in ein Sportstudio: Rohe, unverputzte Wände, Holz, großzügige Wellnesseinzelduschen und ein modernes Soundsystem kreieren eine entspannte Lounge-Atmosphäre. Der urbane Look wurde von dem Architektenteam von Mag.Design umgesetzt, das bereits mit dem Studio in Berlin Designpreise gewann. Bei diesem speziellen Projekt kooperierte Mag.Design von der Entwurfs- bis in die Ausführungsphase mit dem Architekturbüro DRAA aus Chile. „Das Design ist inklusiv und nimmt gestalterisch bewusst Abstand von den brachialen, klassischen Fitnessstudios, die eher auf Training mit Gewichten setzen und hauptsächlich männliche Sportler ansprechen“, so Architekt Matthias Götz. „Wer vor einigen Jahren noch zum Tanzen in angesagte Clubs gegangen ist, bucht sich heutzutage einen Ride im Becycle-Studio zum Lunchbreak. Deshalb wird in den Studios unter anderem sehr viel Wert auf das Licht- und Sounddesign gelegt.“ Es geht darum, ein gemeinschaftliches und aufregendes Fitnesserlebnis zu ermöglichen. Als Vorbild für den Ort des Zusammenkommens dienten dem Architekten die belebten engen Gassen und Plätze Venedigs. Ab der Rezeption wird der Besucher über kleine Plätze mit weiten Sichtbeziehungen zu den Sporträumen geführt. Hinter jeder Ecke, jedem Aufgang ergibt sich ein neues Bild. Retailbereich, Schließfächer oder der Wasserbrunnen sind fließend in die individuell entworfenen Möbel integriert. Die kleinen Plätze laden zum Verweilen und zur Kommunikation unter den SportlerInnen nach einer gemeinsamen Klasse ein. In dem Projekt gibt es drei Leitmaterialien: Eichenholz, Naturstein (Granit) und Messing. Die Eiche und der schwarze Granit sollen ein Gleichgewicht schaffen zwischen hartem und weichem sowie kaltem und warmem Material. Der Messingkörper fungiert als Bindeglied zwischen den beiden Materialien und ist mittlerweile ein internationales Merkmal der Becycle-Studios.

www.mag.design

Fotos:

Waldemar Salesski
www.salesski.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|22)

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