Ein Schatz im Hinterhof

Dieser Wohnungsbau zeigt, wie Nachverdichtung gelingen kann

02_15_700pixelOwR3KbM9j8Evt

Hoheluft-West ist nicht nur der kleinste, sondern auch der am dichtesten besiedelte Stadtteil Hamburgs. Eine weitgehend von Kriegszerstörungen verschont gebliebene gründerzeitliche Bebauung, die zentrale Lage im Stadtraum und die lebendige, urbane Qualität des Viertels machen ihn auch zu einem der beliebtesten Wohnstandorte in Hamburg, insbesondere für junge Menschen und viele Familien.

Das auch hier noch die im Zuge der Wohnungsknappheit gewünschte Nachverdichtung möglich ist und gelingen kann, beweist die Wohnbebauung von HS-Architekten. In der geschützten Tiefe eines rückwärtigen Grundstücks mit den typischen gereihten Zeilen hinter einem Straßenblock an der stark befahrenen Gärtnerstraße implementierte das Büro diesen Neubau. Auf einem langgestreckten Grundstück zwischen zwei dieser Zeilen liegt jetzt ein langer, dreigeschossiger Gebäuderiegel, der an vier Stellen an das Bestandsgebäude anschließt. Die fünfgeschossig ausgebildeten Kopfbauten in Verlängerung der Brandwände gliedern das Volumen.

Inmitten kleinteiliger Hofsituationen mit differenzierten Durchwegungen entsteht ein ganz neuer, heiter anmutender Stadtraum. Diese geschickt komponierten hofartigen Zwischenräume schaffen Abstand zum Bestandsbau und werten ihn durch die vorgelagerten Grünflächen mit unterschiedlicher Bepflanzung auf. Sie wirken sehr lebendig und schaffen ein spannendes Wechselspiel aus Enge und Weite, Hof und Gasse. Die fußläufige Erschließung der einzelnen Wohnungen erfolgt auf der Ostseite des Neubaus, die Position der Treppenanlagen reagiert dabei wie selbstverständlich auf die Brandwände des Bestandsgebäudes. Die offenen Treppenhäuser korrespondieren atmosphärisch mit den Laubengängen und Brücken und schaffen ein Gefühl der Durchlässigkeit und Weite. Zusätzlich verbinden sie die Laubengangerschließung des 1. und 2. Obergeschosses mit großzügigen, begehbaren und begrünten Dachflächen. Diese Dachflächen stellen die Zuwegung der Maisonettewohnungen her, die im 3. und 4. Obergeschoss der Kopfbauten liegen.

Durch die Anordnung der Erschließung auf einer Seite und die Ausbildung der Grundrisse wird ein ruhiges Wohnen mit Blick auf den alten Baumbestand im Westen garantiert. Jede der Wohnungen verfügt über eine eigene private Freifläche in Form einer Terrasse, Balkon oder Loggia. Insgesamt sind auf fünf Ebenen 29 Mietwohnungen sowie eine Tiefgarage entstanden. Dem Gebäude gelingt in seiner räumlichen Ausprägung eine Balance zwischen größtmöglicher Ausnutzung des Grundstücks und verträglicher Einbindung des Neubaus in die Umgebung.

www.hs-architekten.de

Fotos:

Christian Spielmann
www.spielmann-foto.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 03|22)

Nothing found.

Wachgeküsst

Zeitlose Eleganz und gestalterische Liebe treffen in einem historischen Haus in Essen aufeinander

Mehrfach gut

Durch Umbau und Erweiterung zum Treffpunkt für Sport, Bewegung und Gemeinschaft

Grün-blaues Entrée

Der Geropark in Mönchengladbach wurde revitalisiert und erweitert

Der Sonne entgegen

Wie auf einem Problemgrundstück eine behütende Insel für Kinder entsteht

Nothing found.

Unsichtbares sichtbar machen

Unsichtbares sichtbar machen

Wie Licht die Besonderheiten des Powalla Forums herausarbeitet

Atelier Loidl

Der Kirchenpauerkai an der Elbe bietet Spiel, Sport, Geselligkeit und Erholung

Hamburgs größtes Kino

Kombination aus Design, Service und modernster Technologie soll Filmfans begeistern

Planschen im Baudenkmal

Hamburgs geliebte Schwimmoper wurde auf höchstem technischen Niveau saniert

Kontrapunkt geschaffen

Ein kubischer Anbau macht ein historisches Gebäude zukunftsfähig

Tradition und Innovation

Denkmalgeschützte Brücke erstrahlt in neuem Licht, das eine besondere Tiefenwirkung erzeugt

Einladende Atmosphäre

Die Gestaltung einer Praxis mit OP-Trakt vereint Funktionalität und Ästhetik

7Fam-Wriedt_065_15_700pixel

Ein Ort zum Wohlfühlen

Einen Ruhepol, einen Ort mit viel Licht und Bewegungsfreiheit sowie ausreichend Stauraum