Vornehmer Schlossnachbar

Ein Hideaway in Possenhofen am Starnberger See

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Unweit des legendären ‚Sisi-Schlosses’, wie es im Volksmund genannt wird, steht dieses neu erbaute Mehrfamilienhaus in Possenhofen an einem Hang, der steil zum Starzenbach abfällt. Der Entwurf stammt von WSM-Architekten (Florian Wiesler und Tobias Schmidt) aus Pöcking, die 2022 mit diesem Gebäude gleich zwei Designauszeichnungen errangen. Das sei nicht zuletzt darauf zurückzuführen, so die Architekten, dass der Bauherr – Hautmann Perspektiven – Die Kunst der schönen Orte – stets besondere und hochwertige Details ausgewählt und ausgeführt hat.
 
Durch die steile Hanglage präsentiert sich das Haus von der Straße her als zweistöckiges Wohnhaus. Tatsächlich erstreckt sich das Gebäude jedoch über fünf Geschosse, die sich am Hang angeschmiegt nach oben entwickeln. Jeweils zwei Etagen sind grundrissgleich, angefangen beim Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss, gefolgt von Stockwerk drei und vier, das zurückgestuft auf den unteren Geschossen sitzt. Dadurch entsteht im zweiten Obergeschoss eine Terrasse, ebenso im vierten Obergeschoss, auf dem das nochmal zurückspringende fünfte Obergeschoss sitzt. Die Rücksprünge werden durch eine Änderung und zusätzlich durch Lisenen nach aussen hin betont. Die klare, geordnete Fensteranordnung mit jeweils drei Fenstern pro Etage verstärkt den Eindruck eines geordneten Baukörpers. Die Fassade besteht aus einer groben Schicht elfenbeinfarbenem Putzes. Zusammen mit den eloxierten Aliumprofilen der Fenster und der Geländer tragen alle Parameter bei Sonneneinstrahlung zu einer edlen Ästhetik bei.

Vier Parteien finden hier ein neues Zuhause. Die Gartenwohnung  – mit ca. 500 m2 Gartenteil der perfekte Ort zum Entspannen und Genießen – ist noch zu erwerben. Der hohe ästhetische Anspruch wird noch durch so manch technische Raffinesse unterstrichen. Der Bauherr wählte einen gläsernen Designlift im Innern des Gebäudes, damit selbst in die Geschosse am Hang Tageslicht eindringen kann. Anstelle von Parkplätzen verschwinden die Fahrzeuge vor dem Haus in bodengleich versenkbaren Parkebenen, damit der Blick auf die Architektur ungestört ist. Occhio-Leuchten, Fischgrät-Parkett oder aus einem Stück gefertigte Balkongeländer runden das gehobene Ambiente ab. Für die Energieversorgung sorgt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Für die Aussenanlagen wurden die Landschaftsarchitekten Terrabiota aus Starnberg engagiert. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass lokale Firmen eingebunden wurden. Die Gesamtwohnfläche beträgt ca. 770 m2. Was die Umgebung zu bieten hat, muss vermutlich nicht weiter angepriesen werden: Ein kurzer Spaziergang durch den Schlossgarten führt zum Seeufer.

www.wsm-architekten.com
www.am-paradies.com

Fotos:

Sascha Kletzsch
www.sascha-kletzsch.de
interior design: Hautmann Perspektiven

(Erschienen in CUBE München 01|23)

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