Smarte Altbaumoderne

Die Sanierung einer Stadtvilla in Bilk setzt auf perfekte Lichtplanung und Haustechnik

64-DSC_1574_19_700pixel

Eine typische Backsteinvilla aus den 1930er-Jahren mit Gartengrundstück, ruhig gelegen in der Nähe des Unicampus, ohne morgendliche Pendelstaugefahr mit direkter Autobahnanbindung – das war der Ausgangspunkt eines Interieur-Projektes für ein Bauherrenehepaar mit einem Kind. Während das Gebäude von außen komplett erhalten und nur in Teilbereichen ausgebessert und wiederhergestellt werden sollte, wünschten die Bauherren im Innenbereich eine moderne und hochwertige Innenarchitektur, ausgeführt auf höchstem haustechnischen Niveau. Das Architekturbüro aprikari aus Viersen entwickelte einen Entwurf mit maßgeschneiderten Grundrissen und einem umfassenden Lichtkonzept, das auch im letzten Winkel des Hauses Wohlfühlatmosphäre aufkommen lässt.

Um eine moderne Raumstruktur zu erhalten, wurden die vorhandenen Raumanordnungen punktuell geöffnet. Türrahmungen und -blätter, aber auch die formvollendete, nach oben gewundene Holztreppe ließen sich erhalten und mussten lediglich aufgearbeitet werden. Auch die in der Wand seitlich versenkbare Schiebetür, die die Küche vom Essbereich trennt, wurde beibehalten. Vorhandene Wanddurchbrüche mussten dagegen verbreitert werden, um durchgehende Blickachsen zwischen Koch-, Ess- und Wohnbereich zu erhalten. Der Gaskamin im Wohnzimmer wurde dabei so zentral installiert, dass er sowohl von der Küche als auch von dem Esstisch aus einsehbar ist. Zugleich besitzt er einen Durchblick in das dahinterliegende Billardzimmer. Die charakteristischen Sprossenfenster wurden alle saniert, ohne vergrößert zu werden. Die vorhandenen Sanitär- und Elektroinstallationen entpuppten sich als weitgehend unbrauchbar für die Anforderungen des Projektes und mussten deshalb ebenfalls komplett erneuert werden. Während sich im Erdgeschoss der gesamte repräsentative Wohnbereich des Hauses befindet, liegen Schlaf- und Kinderzimmer sowie die Ankleide im Obergeschoss. Über eine breite Wandöffnung geht das Elternschlafzimmer dabei fließend in das Masterbad über, das hochwertig mit weißen Marmorfliesen und einem Saunabereich ausgestattet ist. Sowohl in den Wohn- als auch den Nassräumen wurde Eichenholzparkett als Bodenbelag verwendet – lediglich im Eingangsbereich entschied man sich für einen Belag aus großformatigen Fliesen. Eine Reihe von Möbel­einbauten – von der Garderobe über Vitrinenschränke bis hin zu Einbauregalen und Ankleide – lassen die Räume wie maßgeschneidert wirken. Die dezidiert warme Materialauswahl wird dabei durch die ebenfalls sehr warm wirkenden Lichtlösungen von Occhio noch zusätzlich verstärkt. In die Deckenkanten integrierte, unterschiedlich kolorier- und dimmbare LED-Lichtbänder wurden auf die Wandgestaltung in einer Vielzahl von gedeckten Tönen abgestimmt.

Hinsichtlich der Haustechnik spielen alle verbauten Komponenten perfekt zusammen. Das verwendete Smart Home-System bringt die Beschattung der Fenster, Fußbodenheizung, Belüftung und die Schließ- und Alarmsysteme miteinander in Einklang und sorgt für ein Maximum an Komfort und Sicherheit. Dabei wurden auch Aspekte wie die Gartenbewässerung, der Betrieb des Gaskaminofens und das Audiosystem berücksichtigt.

www.aprikari.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 01|20)

Architekten:

aprikari
www.aprikari.de

Smart Home:

Loxone
www.loxone.com

Fußboden:

Apex Fussbodentechnik
www.apex-fussbodentechnik.de

Kamin:

Kachelöfen Breuer
www.kacheloefen-breuer.de

Leuchten:

Occhio
de.occhio.de

Fliesen:

Mirage
www.mirage.it

Fotos:

David Justen

Nothing found.

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Nothing found.

002_jk120620_15_700pixel

Zuwachs am UKD

Durchdachter Neubau für das Medizinische Forschungszentrum II am Universitätsklinikum

20230421_125855_56807_15_700pixel

Der Mix macht’s

Modernes Büro mit spannenden, aber harmonischen Kontrasten

2073_M11_HEOnline_15_700pixel

Erlebnisort Office

Gestaltung eines Coworking Place für das eigene Unternehmen

Reduzierte Formensprache

Lisa Winklhofer hat den passenden Tisch zu ihren Architekturprojekten entworfen

jw1938-0011_4k-din_a4_15_700pixel

Integration einmal anders

Ein früheres Anstaltsgelände wird zu einem flexibel bewohnbaren, inklusiven Quartier transformiert

DMF_0420M_0338_Rasen_19_700pixel

Behutsames Zusammenspiel

Die Erweiterung des Cecilien-Gymnasiums in Niederkassel beweist Fingerspitzengefühl

Lebhaftes Lichtspiel

Errichtung eines Kolumbariums in einem Teilbereich der Friedhofskapelle